Auf seiner Sitzung vom 16.03.2016 hat die Mehrheit im Samtgemeinderat beschlossen, dass beabsichtigt wird, eine kommunale, gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft zu gründen. Die zu gründende Gesellschaft soll Wohnungen der Mitgliedsgemeinden und der Samtgemeinde verwalten, aber auch neue Wohnungen gerade im Bereich des Sozialen Wohnungsbaus erstellen. Diese Neubauten sollen auf Grundstücken der Mitgliedsgemeinden und der Samtgemeinde entstehen.

Dass gerade im Bereich des sozialen Wohungsbaus für finanzschwache Einzelpersonen und Familien, aber auch für Rentner etwas getan werden muss, ist nahezu unstreitig. Ob allerdings die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft dieses Problem lösen kann, ist aus unserer Sicht fraglich!

„Wir freuen uns, dass der soziale Wohnungsbau in den Fokus der Samtgemeindepolitik genommen wird, so Sascha Dewitz als Vorsitzender der CDU Ankum, aber aus unserer Sicht hätte die Samtgemeinde bereits andere Schritte im Vorfeld in Angriff nehmen müssen.“

Als erstes gehört dazu eine Bestandsaufnahme der kommunalen Sozialwohnungen, die Bildung eines Mietpreisspiegels im Gebiet der Samtgemeinde. Als weiterer Schritt ist dann in transparenter Kommunikation zwischen Samtgemeinde und Mitgliedsgemeinden der Bedarf festzulegen .

Als letzten Schritt bevorzugen wir einen Runden Tisch, an dem alle Akteure beteiligt gehören:

Samtgemeinde, Mitgliedsgemeinden, Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück eG, private Wohnungsvermittler und –verwalter sowie die in den Kommunen bekannten privaten Investoren.

Diese Akteure können und müssen im Zusammenspiel ein kommunales Wohnungsbaukonzept für die Samtgemeinde Bersenbrück erarbeiten, um dieses zum Wohl der Bürger in der Samtgemeinde umzusetzen.

Mit der jetzt geplanten Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft für die Samtgemeinde Bersenbrück verschließt man sich nicht nur viele Türen, sondern schlägt engagierten Unternehmern der Samtgemeinde sinnbildlich vor den Kopf.

„Darüber hinaus ist bis dato nicht absehbar, welche finanziellen Belastungen durch eine kommunale Eigengesellschaft entstehen!“, so Günther Kosmann, als Vorsitzender des Finanzausschusses der Samtgemeinde. „ Der Haushalt der Samtgemeinde ist bereits jetzt auf Kante genäht, ob sich die Samtgemeinde ein weiteres Risiko überhaupt leisten kann, bleibt abzuwarten!“

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