„Wi bruuken een Plattdüütsch- un Saterfreesk-Plan för Nedersassen”

22.10.2014

Einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Grünen zur Förderung der plattdeutschen und der saterfriesischen Sprache hat der Niedersächsische Landtag heute einstimmig beschlossen. Mit dem Antrag, der maßgeblich von den Abgeordneten Claus-Peter Poppe (SPD) und Ulf Thiele (CDU) konzipiert wurde, fordert der Landtag Maßnahmen, um die durch die Europäische Sprachencharta geschützten Regional- und Minderheitensprachen besser zu fördern.

Dafür sollen
– die Kapazitäten des Lehrstuhls für Niederdeutsch an der Universität Oldenburg an den gestiegenen Bedarf angepasst,
– das Modellprojekt ‘Ostfriesland und das Saterland als Modellregion für frühe Mehrsprachigkeit’ evaluiert und fortgeschrieben,
– der Erlass ‘Die Region und ihre Sprache im Unterricht’ konsequent umgesetzt und
– die Projekte ‘Plattart’ und ‘Plattsound’ weiterentwickelt werden.

„Disse Instumenten sün’ all mitnanner von der ehemalig CDU-führt Landesregeeren up de Patt bricht worden. Dat ist good, dat all Fraktionen disse Politik ok in Tokumpft so bibehollen willt. Dat gift de Lüüt, de sük in hör Heimat för her Moderspraak insetten, Sekerheit. Dorum is Dat blod recht, dat wi an en Strang trecken”, kommentierte Ulf Thiele, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen und Landtagsabgeordneter aus Uplengen (Ostfriesland), den gemeinsamen Beschluss.

Zugleich bedauerte er, dass die Fraktionen von SPD und Grünen bisher dem Vorschlag der CDU, einen ‘Plattdeutsch- und Saterfriesisch-Plan’ einzuführen, noch nicht folgen wollen. „Wi bruuken een Plattdüütsch- un Saterfreesk-Plan för Nedersassen. Disse Plan kunn  een hervörragend Instrument ween, um all Akteure in dat Fördern van uns Heimatspraaken dör dat Land intobinden. We wassen beter in de Laag, tosamen de wichtigsten Upgaven för de Stöön von uns Plattdüütsch und Saterfreesk to verinboren, Schworpunkten to setten, dat Umsetten to kontrolleeren un dorbie de Akteure, as de Lanskuppen, de Heimaatbund, de Saterfreesen un annern beter intobinnen”, begründet Ulf Thiele die Forderung der CDU-Fraktion nach einem solchen Plattdeutsch- und Saterfriesisch-Plan.

Er kündigte zugleich einen neuen Antrag der CDU-Fraktion an, um diese Initiative weiter voranzutreiben. Den Niedersächsischen Heimatbund und viele weitere Vertreter des Plattdeutsch und des Saterfriesisch wisse er dabei an seiner Seite, so Ulf Thiele.