12 Hektar im Niedersachsenpark – Riester Rat stimmt weiterem Bebauungsplan zu

30.07.2013

NOZ

Rieste. Ein Bebauungsplan für den Niedersachsenpark, ein Verkehrskonzept für die Kreisstraße 149 und der Platz am Ehrenmal waren Themen, mit denen sich der Rat der Gemeinde Rieste in seiner jüngsten Sitzung befasst hat.
Der Riester Gemeinderat verabschiedete ohne Diskussion einstimmig den Abwägungs- und Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 35 im Niedersachsenpark. Damit sei ein weiterer „wichtiger Schritt“ für die Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebietes getan, befand Bürgermeister Sebastian Hüdepohl. Das rund zwölf Hektar große Gebiet südlich des Adidas-Logistikzentrums befinde sich bereits im Besitz der Niedersachsenpark GmbH und könne somit kurzfristig vermarktet werden. Damit ergebe sich „eine weitere große Chance für unsere Gemeinde“, sagte Hüdepohl.

Pläne für die Umgestaltung des Platzes am Ehrenmal in Rieste wurden schon im Mai 2011 vorgestellt. Auf die Umsetzung müssen die Riester seitdem allerdings warten. Archivfoto: Johannes Kapitza

Pläne für die Umgestaltung des Platzes am Ehrenmal in Rieste wurden schon im Mai 2011 vorgestellt. Auf die Umsetzung müssen die Riester seitdem allerdings warten. Archivfoto: Johannes Kapitza

Für den Platz am Ehrenmal sinken hingegen die Chancen auf eine kurzfristige Umgestaltung. Die Gemeinde habe immer noch keine Rückmeldung zu ihrem Zuschussantrag ans Land erhalten, berichtete Hüdepohl. Es sei fast davon auszugehen, dass es in der laufenden Förderperiode keinen positiven Bescheid mehr gebe. Hermann Bruns (CDU) nahm diese Information mit Bedauern zur Kenntnis: „Das dauert jetzt doch sehr lange, und irgendwas muss da gemacht werden.“ Die Gemeinde müsse „drängeln, dass wir in den Genuss einer Förderung kommen“. Alternativ könnten die Pläne abgespeckt oder auf eigene Kosten gebaut werden, sagte Hüdepohl. Die Verzögerung sei in der Tat bedauerlich: „Wir haben die Pläne in der Schublade.“

Ausgereift sind auch die Überlegungen für ein Verkehrskonzept an der Kreisstraße 149: Ein Gespräch beim Landkreis habe ergeben, dass eine Verbreiterung der Straße „aktuell nicht vorgesehen“ sei, sagte Hüdepohl. Leider fehlten aber auch weitere Mittel für den Radwegebau. Ein erstes Teilstück könne wie geplant in Kürze gebaut werden, „sobald eine letzte Flächenunklarheit geklärt ist“, sagte Hüdepohl. Ein ganzheitliches Verkehrskonzept könne hingegen erst entwickelt werden, wenn über einen Autobahnanschluss für den Niedersachsenpark entschieden ist.

Schneller könnte eine Anbindung des Niedersachsenparks an den öffentlichen Personennahverkehr gelingen: Die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) hat dazu einen Entwurf vorgelegt. Die Planungen seien „noch im Fluss“, berichtete Hüdepohl. Unter anderem müssten die Busfahrpläne mit der Taktung der Bahn und dem Schichtbeginn der Firmen im Niedersachsenpark abgestimmt werden. Im Gespräch sind vier Linien von Holdorf (über Damme und Neuenkirchen), Ankum (über Bersenbrück, Alfhausen und Rieste), Osnabrück (über Wallenhorst, Bramsche und Vörden) sowie Bohmte (über Hunteburg und Damme) in den Niedersachsenpark.