Hochschulen erhalten eine Million Euro fuer Studierendenförderung

08.08.2011
Wanka, Johanna, Minister

Prof. Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin fuer Wissenschaft und Kultur

Das Land Niedersachsen hat den Hochschulen erneut eine Million Euro fuer die Förderung von Studierenden bewilligt. Durch das seit 2009 etablierte „Landesstipendium Niedersachsen” können die Hochschulen fuer das Wintersemester 2011/12 Stipendien in Höhe von in der Regel jeweils 500 Euro an besonders begabte und engagierte Studierende vergeben. „Wer herausragende Leistungen erbringt und sich in besonderer Weise engagiert, soll dabei auch unterstuetzt werden”, unterstreicht die Niedersächsische Ministerin fuer Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka. Gleichzeitig hebt sie hervor, dass die Stipendien nicht auf das BAföG angerechnet werden, sondern als zusätzliche Förderung bei den Studierenden ankommen.

Die Ausschreibungsverfahren zur Vergabe können jetzt von den Hochschulen in eigener Zuständigkeit gestartet werden. Dabei sollen die Mittel insbesondere das Stipendienangebot fuer besonders begabte Studierende aus den sogenannten bildungsfernen Schichten stärken. Ministerin Wanka ermutigt deshalb alle Studienanfänger und Studierenden, sich bei den anstehenden Ausschreibungen bei den Hochschulen um ein Stipendium zu bewerben. Die Hochschulen können auch soziale Aspekte, beispielsweise kinderreiche Familien oder herausragendes ehrenamtliches Engagement beruecksichtigen.

Das Landesstipendienprogramm ist nicht an das vom Bund und aus Mitteln Privater finanzierte Deutschlandstipendium gebunden. Durch das Deutschlandstipendium können im Jahr 2011 in Niedersachsen 647 Studierende gefördert werden. Dabei wird die Zahl der auf jede Hochschule in Niedersachsen entfallenden Stipendien vom Bund festgesetzt. Sollten mehr private Mittel durch die Hochschulen eingeworben werden, als fuer die verfuegbaren Deutschlandstipendien benötigt werden, können diese zur Aufstockung der Landesstipendien eingesetzt werden, sofern die Geldgeber damit einverstanden sind. Das Engagement der privaten Mittelgeber wird dann dadurch sichtbar, dass die Hochschulen die Aufstockung als „Niedersachsen Stipendium Plus” ausweisen können. „Damit schaffen wir die Voraussetzung, dass möglichst viele staatliche und private Fördergelder tatsächlich bei den Studierenden ankommen”, so die Ministerin abschließend.

Auch in den Jahren 2012 und 2013 soll das Landesstipendium fortgefuehrt werden. Das hat die Niedersächsische Landesregierung Anfang Juli auf ihrer Haushaltsklausur beschlossen.

Weitere Informationen: