Stadtbürgermeister Matthias Brüggemann (links) und Landtagsabgeordneter Christian Calderone (rechts) besuchen die Praxis von Ralf-Dieter Nemitz (2. von links) und ihren Corona-Test-Container in Quakenbrück

Corona-Schnelltestung per „Drive-In“ Verfahren in Quakenbrück

22. Dezember 2020

Stadtbürgermeister Matthias Brüggemann (links) und Landtagsabgeordneter Christian Calderone (rechts) besuchen die Praxis von Ralf-Dieter Nemitz (2. von links) und ihren Corona-Test-Container in Quakenbrück

Landtagsabgeordneter und Bürgermeister besuchten Teststation

Wer zu Weihnachten zu seinen Verwandten reisen oder seine Eltern und Großeltern besuchen möchte, wünscht sich größtmögliche Sicherheit, nicht mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Um genau diese Sicherheit zu erreichen gibt es nun mehrere Möglichkeiten sich noch vor Weihnachten auf eine positive Corona-Infektion testen zu lassen. Neben den zwei großen Corona-Testzentren im Osnabrücker Land, die auf dem Gelände der ehemaligen Winkelhausenkaserne in Osnabrück und auf dem Gelände des Logistikzentrums Nord in Bersenbrück errichtet wurden, haben seit dem 14. November 2020 auch die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich in Quakenbrück testen zu lassen.

Mit einem „Drive-In“-Angebot testet das Team der Gemeinschaftspraxis Dr. Götting/Nemitz mit den äußerst zuverlässigen Corona-Schnelltests. „Die Testwilligen können mit ihrem PKW bis vor unseren Test-Container fahren, nach dem Abstrich durch unsere Mitarbeiterinnen erhalten sie innerhalb von 15 Minuten ihr Testergebnis, auf Wunsch auch telefonisch“, erläutert Allgemeinmediziner Ralf-Dieter Nemitz.

In der Samtgemeinde Artland und besonders in der Stadt Quakenbrück ist es in den letzten Wochen zu einem massiven Infektionsgeschehen gekommen. Nach der Einführung flächendeckender Tests in vielen Arztpraxen in Quakenbrück konnte die Zahl der Infizierten von maximal 152 auf 39 Personen innerhalb von drei Wochen verringert werden. „Dieser Rückgang liegt deutlich über dem Rückgang im gesamten Landkreis und noch stärker über dem Bundestrend mit weiter ansteigenden Zahlen“, heißt es in einer Stellungnahme der Praxis. „Aus meiner Sicht sind kleine ärztlich geführte Vor-Ort-Testzentren höchst effektiv und haben Vorteile gegenüber zentral gelegenen Großtestzentren. Sie bieten eine bessere Erreichbarkeit für jedermann, bieten Preisvorteile, ermöglichen eine umgehende flexible Reaktion und es kann bei positiver Testung und Symptomatik eine umgehende Untersuchung und Behandlung erfolgen“, so Nemitz weiter.

Neben dem „Drive-In-Test“ in der Praxis Dr. Götting/Nemitz bieten auch zahlreiche Arztpraxen in Quakenbrück und in der Region Corona-Labortests und Corona-Schnelltests an. Angesprochen auf eine mögliche Konkurrenzsituation unter den Praxen erwidert Nemitz: „Alle Praxen am Ort sind ausgelastet, schon seit Jahren gibt es in Quakenbrück ein harmonisches Miteinander und gegenseitige Unterstützung. Wir haben die anderen Praxen per Mail informiert und bieten Kollegen, die an ihre räumlichen Grenzen stoßen, gerne eine Mitnutzung unseres „Drive-In“ an. 

Die Kosten für einen Test im Quakenbrücker „Drive-In“ liegen bei 25 Euro pro Test. Das Angebot würde sehr gut angenommen, so dass an Spitzentagen bis zu 50 Personen getestet wurden. In kürzester Zeit erfolgten ca. 700 Tests, davon über 90 positiv. Diese Test-Frequenz erfordert eine Planung, weswegen eine telefonische Voranmeldung unerlässlich ist. Diese ist am 23.12.2020 noch bis 12.00 Uhr möglich unter der Nummer der Praxis 05431/4949. Die Testungen laufen dann noch bis in den späten Mittwochnachmittag.

Der Landtagsabgeordnete Christian Calderone (CDU) ist von dem Engagement und der Professionalität der Praxis und seiner Mitarbeiter beeindruckt. Dies brachte er bei einem gemeinsamen Besuch mit Stadtbürgermeister Matthias Brüggemann (CDU) zum Ausdruck. „Die Arbeit, die Sie und Ihre Mitarbeiter hier leisten, trägt sehr dazu bei, dass unsere Gesundheitsämter auch bei steigendem Infektionsgeschehen den Überblick behalten und schnell und effektiv handeln können“, so Calderone. Auch Bürgermeister Brüggemann konnte sich dem Lob nur anschließen: „Aus Sicht eines Managers im Pflegebereich kann ich Ihnen nur für Ihre professionelle Arbeit danken und die Wichtigkeit dieser Testungen unterstreichen.“ Spätestens dann, wenn es zu einer schweren Infektion mit Krankenhausaufenthalt kommt ist die Pflege gefragt. Eine frühzeitige und flächendeckende Testung ist essenziell, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, so Brüggemann weiter.

Positiv reflektiert Ralf-Dieter Nemitz die Planungsphase des Projekts: „Es gab sehr viel Hilfe von Seiten der Politik und aus der Gemeinde. Das THW hat uns Material bereitgestellt, auch zahlreiche andere Firmen und Privatpersonen waren bereit, uns bei unserem Projekt zu unterstützen. Ohne diese Hilfe hätten wir diese schnellen Testungen in dem Format nicht durchführen können“, betont er. Für die Zukunft plant die Praxis den Testbetrieb in dieser Form noch mindestens bis März 2021 aufrechtzuerhalten, je nach Corona-Lage auch darüber hinaus. Besonders im Zeitraum vom 21.12.-23.12.2020 will die Praxis verstärkt Schnelltests anbieten, um die Besuche zu Weihnachten so sicher wie möglich zu machen.

„Wenn ich noch einen Wunsch äußern dürfte, dann wäre es, dass sich möglichst viele Menschen in unserem Testzentrum oder in einer anderen Praxis im Ort testen lassen. Das dürfte ein wichtiger Schritt sein, um eine stark ansteigende Infektionszahl über die Feiertage zu vermeiden“, sagt Nemitz zum Abschluss des Besuchs. Diesem Wunsch können sich Calderone und Brüggemann nur anschließen.