Ausschuss empfiehlt Satzungsbeschluss! Quakenbrücker Baugebiet „Hartlage-West“ vor letzter Hürde!

23. Januar 2019

Das geplante Baugebiet „Hartlage-West“ liegt im Norden der Stadt Quakenbrück, zwischen Großer Mühlenhase und Hartlager Weg. Foto: Christian Geers/Archiv

noz 22.01.2019 Quakenbrück. Das Genehmigungsverfahren für das Quakenbrücker Baugebiet „Hartlage-West“ nähert sich der Zielgeraden. In der März-Sitzung wird der Stadtrat das Verfahren abschließen. Dann könnte sich die Stadt der Erschließung und Vermarktung widmen.
Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Stadt Quakenbrück noch in diesem Jahr neue Wohnbaugrundstücke verkaufen und damit endlich auf die große Nachfrage reagieren kann. Im Frühjahr will sie das Verfahren für den Bebauungsplan „Hartlage-West“ abhaken und damit die letzte Hürde nehmen. Auf der gut 5,5 Hektar großen Fläche am nördlichen Stadtrand stehen dann etwa 55 Grundstücke zur Verfügung. Vor fast genau einem Jahr hatte der Rat das Genehmigungsverfahren gestartet. „Nun nähern wir uns der Zielgeraden“, erläuterte stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses am Montagabend den Verfahrensstand.
Keine Eingaben von Bürgern
Demnach hatte der Bebauungsplan von Mitte November bis Mitte Dezember erneut öffentlich ausgelegen. Eingaben und Anmerkungen von Bürgern gegen das Vorhaben hatte es nach seinen Worten nicht gegeben. Die Hinweise und Anregungen der sogenannten Träger öffentlicher Belange – dazu gehören Behörden wie Landkreis, Landwirtschaftskammer oder auch Energieversorger – hatte die Stadt zur Kenntnis genommen oder berücksichtigt. „Es hat keine wesentlichen Hinweise gegeben“, stellte Wuller fest.
Anbindung an Bürgermeister-Magnus-Straße geplant
Das allerdings sah Andreas Henemann (Bündnis 90/Die Grünen) anders. Er verwies auf eine Anmerkung des Landkreises Osnabrück, der angemerkt hatte, ob nicht eine Ausweitung des Bebauungsplanes nach Süden in Richtung Bürgermeister-Magnus-Straße notwendig sei, um einen Anschluss des Baugebietes an die Bürgermeister-Magnus-Straße sicherzustellen. „Das ist doch planerisch sinnvoll“, so der Grünen-Ratsherr. „Wir beplanen keine Grundstücke, die uns nicht gehören“, entgegnete Frank Wuller. Die Stadt sei an den Grundstücken nach wie vor interessiert, zurzeit seien die Eigentümer aber nicht zu einem Verkauf bereit. Erst in der vergangenen Woche habe einer von ihnen ein Gespräch mit der Verwaltung über das Thema abgelehnt. Gleichwohl sei die Erschließung im künftigen Baugebiet „Hartlage-West“ so ausgelegt, „dass eine Verknüpfung mit der Bürgermeister-Magnus-Straße möglich ist“, so Wuller.

Wird Jahreswärmbedarf der Häuser festgeschrieben?
Großen Diskussionsbedarf sahen die Ausschussmitglieder nicht mehr, sie empfahlen dem Stadtrat einstimmig, den Satzungsbeschluss zu fassen und damit das Genehmigungsverfahren abzuschließen. Keine Mehrheit hatte zuvor noch ein Änderungsantrag der CDU gefunden, Staffelgeschosse in diesem Baugebiet zu verbieten. Prüfen will die Verwaltung, ob der Jahresheizwärmebedarf jedes Hauses festgeschrieben werden soll. Diesen Antrag hatten die Grünen gestellt. Mit dem Jahresheizwärmebedarf wird der jährliche Heizwärmebedarf eines Gebäudes erfasst. Gemessen wird er in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kW/m²a). Gemeint ist damit die Energie, die von der heizungstechnischen Anlage unter den vorgegebenen Randbedingungen jährlich zur Beheizung eines Gebäudes ohne Warmwasserbereitung bereitzustellen ist.