Baubeginn für Sekundäraue! Neue Überflutungsfläche entsteht an der Hase in Quakenbrück!

Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion Quakenbrück begutachten Ort und Umfang der Erdarbeiten für die Schaffung der Sekundäraue an der Großen Mühlenhase. Stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller (rechts) erläuterte die Pläne.Foto: CDU

pm/cg Quakenbrück. An der Großen Mühlenhasen im Norden der Stadt Quakenbrück wird eine zusätzliche Überflutungsfläche geschaffen. 140.000 Euro investiert die Stadt Quakenbrück in den Hochwasserschutz.
Der Landschaftsverband Hase-Wasseracht aus Essen/Oldenburg hat mit dem Bau zusätzlichen Stauraums für Wasser begonnen. An der Großen Mühlenhase entsteht ein künstlich angelegter Stauraum, Sekundäraue genannt, der im Ernstfall rund 11.000 Kubikmeter Hasewasser aufnehmen kann. Den Beschluss dazu hatte der Quakenbrücker Stadtrat im Dezember 2017 einstimmig gefasst. Angeregt worden war dieser Sicherheitspuffer für Hochwasser im Zuge der Planung des Baugebietes „Hartlage-West“ von der CDU-Stadtratsfraktion, die sich jüngst auf der Baustelle umgesehen hat. Den Ausbauplan erläuterte stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller.
CDU-Fraktion besichtigt Baustelle
„Nun geht es los“, schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Calderone in einer Pressemitteilung. In erster Linie solle die neue Aue dem Hochwasserschutz im nördlichen Bereich der Großen Mühlenhase dienen. Aus Sicht der Christdemokraten entstehe an der Mühlenhase auch ein neues ökologisches Kleinod, das der Natur aber auch Raum zur Entfaltung zurückgeben werde, so Calderone. Bisher drücke das Wasser im Hochwasserfall vom Essener Kanal regelmäßig in die Große Mühlenhase hinein, so dass dort hohe Wasserstände bis in angrenzende Gärten und ein verminderter Ablauf der Regenwasserkanalisation aus Teilen des Stadtteiles Hengelage verzeichnet worden seien. „Die CDU erhofft sich durch diese Maßnahme eine verbesserte Situation für die Anlieger der Hengelage“, ist der Fraktionschef überzeugt.
Die CDU-Ratsherren Heinrich Bley und Bernd Stöver – sie sitzen im Bauausschuss der Stadt Quakenbrück – wiesen laut Pressemitteilung darauf hin, dass das Bauprojekt, welches eine rein freiwillige Maßnahme der Stadt darstelle und nicht aufgrund rechtlicher Anforderungen in die Wege geleitet worden sei. „Nach den guten Erfahrungen durch den Bau der Solengleite an der Überfallhase wird hier im Norden der Stadt eine weitere positive Entwicklung in kurzer Zeit bereits sichtbar sein“, sind die Ratsherren überzeugt.                           Stadt investiert 140.000 Euro
Die Pläne für die Sekundäraue hatte Diplom-Ingenieur Simon Kollhoff vom Landschaftsverband Hase-Wasseracht ausführlich im November 2017 im Bauausschuss vorgestellt. Die aus zwei Teichen bestehende Aue entsteht östlich der Großen Mühlenhase. Die beiden Stehgewässer sollen das ganze Jahr über Wasser führen und einen Mindestwasserstand von einem Meter nicht unterschreiten. Die Sohle der kleinen Teiche liegt deshalb auch so tief wie die der Großen Mühlenhase. Das Ganze wird so gestaltet, dass laut Berechnungen des Ingenieurs die Sekundäraue ein- bis zweimal im Jahr überflutet wird. Im Haushalt der Stadt Quakenbrück stehen 140.000 Euro für diese Arbeiten zur Verfügung.

Schreibe einen Kommentar