100.000 Euro für Bonnus-Geburtshaus! Sparkassenstiftung fördert Quakenbrücker Kleinod!

9. Juli 2017

Knapp ein Drittel der Kosten für den ersten Bauabschnitt der anstehenden Sanierung des Hermann-Bonnus-Geburtshauses (im Hintergrund) steuert die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück bei. Den Spendenscheck überreichten Bernd Heinemann (Zweiter von links) und Michael Lübbersmann (Dritter von links) an (von links) Claus Peter Poppe, Paul Gärtner, Peter Hohnhorst und Matthias Brüggemann.Foto: Christian Geers

NOZ 05.07.2017 Quakenbrück. Die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück unterstützt die Sanierung des Hermann-Bonnus-Geburtshauses in Quakenbrück mit 100.000 Euro.

Paul Gärtner und Peter Hohnhorst, das Vorstandsduo des Trägervereins Hermann-Bonnus-Geburtshaus, haben damit innerhalb eines Monats einen weiteren Spendenscheck entgegengenommen, der die finanzielle Grundlage für die Restaurierung des historischen Fachwerkhauses an der Goldstraße bildet. Es gilt als gesichert, dass Hermann Bonnus, der später als Reformator in die Orts- und Regionalgeschichte einging, hier geboren wurde. Das Haus gehört zu den ältesten in der Stadt Quakenbrück.
„Regionales Projekt mit überregionaler Bedeutung“

Die 100.000 Euro stammen von der gemeinsamen Stiftung der Kreissparkassen im Osnabrücker Land. Dazu gehören die Sparkasse Osnabrück, die Sparkasse Melle und die Kreissparkasse Bersenbrück. Bernd Heinemann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Bersenbrück, freute sich, dass die Stiftung „ein regionales Projekt mit überregionaler Bedeutung“ fördere. „Solche Nachmittage machen Spaß“, sagte er während eines Gesprächs im Quakenbrücker Rathaus, an dem auch Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe und Quakenbrücks Bürgermeister Matthias Brüggemann teilnahmen. „Solche hohen Summen sind selten“, stellte Poppe beim Blick auf die Höhe der Zuwendung fest.
Saniertes Fachwerkhaus soll Reformation sichtbar machen

Landrat Michael Lübbersmann, Vorsitzender des Stiftungsrates der Sparkassenstiftung, hielt den Fachwerkbau für ein historisch bedeutsames Gebäude, das nach der Sanierung „für die Sichtbarmachung der Reformation“ stehen werde. Er lobte das Engagement des Trägervereins, dem es mit viel Engagement und Einsatz gelingen werde, „dieses Kleinod mit Leben zu füllen“. Sprach’s, und prompt schob ihm Paul Gärtner, Vorsitzender des Trägervereins, einen Informationsflyer mit Beitrittserklärung über den Tisch. Gärtner ist, wie er bei der anschließenden Besichtigung feststellte, überzeugt, „dass dieses Projekt gar nicht schiefgehen kann und eine Erfolgsnummer wird“. Er sei immer noch tief beeindruckt von der Geberkonferenz im vergangenen Jahr, in der viele Institutionen ihre finanzielle Unterstützung zugesagt hätten.
Erster Bauabschnitt kostet 306.000 Euro

Die Sanierung des Hermann-Bonnus-Geburtshauses ist mit 670.000 Euro veranschlagt. Der erste Bauabschnitt wird noch in diesem Sommer beginnen. Die Finanzierung der dafür benötigten 306.000 Euro ist gesichert. Die Arbeiten würden derzeit ausgeschrieben, berichtete Vizevorsitzender Peter Hohnhorst. Wesentliche Arbeiten des ersten Bauabschnitts sind die Wiederherstellung des alten Giebels zur Goldstraße und der Umbau des Erdgeschosses. Hier soll auch eine Einliegerwohnung entstehen, mit der der Verein Mieteinnahmen für die Unterhaltung erzielen will.