Separater Busverkehr! Wegen Schulabriss: Zehn Klassen ziehen nach Badbergen um!

7. Mai 2017

Wegen des Abrisses der Oberschule Artland werden die künftigen Klassen sechs und sieben für zwei Jahre in die Räume der ehemaligen Hauptschule Badbergen umziehen. Foto: Katharia Preuth

noz 04.05.2017 Quakenbrück/Badbergen. Welche Klassen der Oberschule Artland werden nach Badbergen umziehen? Und wie läuft das organisatorisch ab? Das fragen sich viele Eltern. Antworten gibt Schulleiter Hendrik Tenorth.

Umziehen werden wegen des Abrisses der Schule in Quakenbrück die künftigen Klassen sechs und sieben. Die insgesamt zehn Gruppen werden nach den Sommerferien komplett in die Räume der ehemaligen Hauptschule in Badbergen einziehen und dort zwei Jahre lang unterrichtet. 2019 kehren die Schüler – dann als Acht- und Neuntklässler – in ihre dann nagelneue Schule zurück.

Alle anderen Klassen sind von diesem Umzug nicht betroffen – auch nicht die neuen Fünftklässler. Sie würden auf jeden Fall in Quakenbrück unterrichtet, betont Hendrik Tenorth.
Eigener Bus für Umzugsschüler

Für die künftigen Klassen sechs und sieben würde unterdessen alles getan, um eine reibungslose Schulzeit zu gewährleisten. So werde es eigens für diese Schüler einen separaten Busverkehr nach Badbergen geben. Auch sei ein fester Pool von mindestens zehn Lehrern vorgesehen, die alle Fächer abdecken könnten und die die Jungen und Mädchen in den kommenden zwei Jahren in Badbergen unterrichten würden – eine kleine Schule in der großen Schule. Auch eine Sozialpädagogin werde vor Ort sein. Weiterhin gebe es für die Jungen und Mädchen ein eigenes Catering, erklärt Hendrik Tenorth.
Vorbereitungen haben begonnen

Lediglich zum Hauswirtschaftsunterricht müssten die Jungen und Mädchen einmal in der Woche am Nachmittag nach Quakenbrück kommen. Aber auch hier würden entsprechend Busse eingesetzt. „Das wird alles gut funktionieren“, ist sich Hendrik Tenorth sicher.

Die Vorbereitungen für den Umzug laufen bereits. Die Klassenräume in Badbergen sind schon neu gestrichen, die notwendigen Fachräume würden ebenfalls hergerichtet, so der Schulleiter.

Voll involviert sei auch das Kollegium, das sich am Umzug aktiv beteilige – auch in der Freizeit. Er sei zwar eine Herausforderung, das Kollegium werde die aber gut bewältigen. Da sei er sich sicher, sagt der Schulleiter.
Container zu teuer

Ursprünglich hatte die Schule während der Abriss- und Bauzeit eine Übergangslösung unter anderem in Containern in Quakenbrück favorisiert. Die kam aber aus Kostengründen nicht zustande. Nach Schätzungen wären dafür etwa drei Millionen Euro fällig geworden.

Dieser finanzielle Aufwand wäre angesichts der Tatsache, dass es ein leer stehendes Gebäude der Kommune in Badbergen gebe, nicht zu vermitteln gewesen, so Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe. Er halte die nun gefundene Lösung für „vorzüglich“. Sie sei für alle Beteiligten tragbar, betonte der Samtgemeindebürgermeister.