Wahlkampf zur Wahlwiederholung! Alle Quakenbrücker Parteien einig: Wieder wählen gehen!

25. Februar 2017

Appell: Auf ihren neuen Plakaten wirbt die CDU dafür, bis Sonntag, 5. März, 18 Uhr, das Wahlrecht zu nutzen. Foto: Christian Geers

noz 18.02.2017 Quakenbrück. Die Wiederholung der Briefwahl beschäftigt auch die Quakenbrücker Parteien. Ihr Wahlkampf sieht allerdings unterschiedlich aus. In einem Punkt sind sich alle Parteien einig: Sie appellieren, erneut vom Wahlrecht Gebrauch zur Wahl zu machen.

Dass 2047 Quakenbrücker erneut zweimal drei Kreuzchen machen dürfen, ist nicht zu übersehen: CDU und SPD haben vor Tagen ihre Großplakatwände an markanten Punkten in der Stadt aufgestellt. Es gebe nur Gruppenbilder, jedoch keine Einzelporträts, berichtet CDU-Vorsitzender Matthias Brüggemann. Darauf hätten sich CDU und SPD-Ortsverein verständigt. Neben Plakaten, Zeitungsanzeigen, Informationen auf Facebook und auf der parteieigenen Internetseite werde eine Sonderausgabe des „Artländer Rundblicks“ an alle Haushalte verteilt, so Brüggemann, der seit November Bürgermeister von Quakenbrück ist. Und: „Wir setzen in großem Maße auf persönliche Ansprache der Bürger. Gespräche sind immer wichtig, egal ob Briefwähler oder nicht.“
Präsenz auf dem Wochenmarkt

Auch die Sozialdemokraten haben für die Wiederholungswahl einen neuen Flyer (Überschrift: „Jede Stimme zählt“) und neue Plakate mit allen Kandidaten drucken lassen, wie Vorsitzender Rainer Mock mitteilt. Besonders auffällig: Auf dem Rücken des abgebildeten roten Frosches prangt das Wort „Ehrlich“. Ansonsten werde die SPD auf dem Wochenmarkt Präsenz zeigen. An die Wahl sollten Zeitungsanzeigen und ein Facebook-Account der Kandidaten erinnern, zählt Mock – seit drei Monaten stellvertretender Stadtbürgermeister – auf.
FDP verzichtet auf „Wahlwerbung und Aktionen“

Die FDP dagegen verzichtet nach den Worten ihres Vorsitzenden Holger Wehrmann auf „Wahlwerbung und weitere Aktivitäten“. Die Partei setzt darauf, dass ihre Aussagen zur Kommunalwahl im September bei den Wählern noch nicht in Vergessenheit geraten sind. „Sie können sich sicher sein, dass sie von unseren Kandidaten ordentlich vertreten werden.“
Linke: Es geht nicht darum, neue Stimmen zu werben

Die Linke habe beschlossen, „auf einen aufwendigen Wahlkampf zu verzichten“, teilt Parteichef Andreas Maurer mit. Es werde lediglich ein Schreiben in den sozialen Medien und einen von ihm persönlich verfassten Brief geben. „Wir betrachten die Wahlwiederholung nicht als Möglichkeit, neue Stimmen zu werben“, ergänzt Maurer. Es gelte, die Menschen zu bestärken, erneut zu wählen.
Altbestände mit aktuellem Aufkleber

„Großen Aufwand“ wollen auch Bündnis 90/Die Grünen für „diesen „Nachtragswahlkampf“ nicht betreiben, sagt ihr Sprecher Andreas Henemann. Das habe die Partei bereits im Herbst angekündigt. Dreiecksständer mit teilmodifizierten Plakaten werben für die Partei. „Das sind Altbestände, die nur einen aktuellen Aufkleber erhalten haben.“ Präsenz zeigen wollen die Grünen bis zum Wahltag auch mit einem Infostand auf dem Wochenmarkt.