Zukunftsorientiert und vorbildlich! Ambulant betreute Pflege-WGs in Quakenbrück eingeweiht!

31. Januar 2017

Schlüsselübergabe: Architekt Andreas Küpker (links) dankte den Bauherren Dietrich Keck (Mitte) und Udo Hoffeld für ihre mannigfache Kollegialität und Kompetenz. Foto: Alexandra Lüders

noz 30.01.2017 Quakenbrück. Mit einem Gottesdienst in der St.-Sylvester-Kirche und einem Empfang haben Mitarbeiter und Gäste des St.-Sylvester-Stiftes die erste Pflege-Senioren-Wohngemeinschaft an der Grünen Straße 11 eingeweiht.

Das Bauvorhaben bietet nach zweijähriger Vorbereitung und Ausführung ein neues Zuhause für drei ambulant betreute Wohngemeinschaften und neue Räumlichkeiten für die Tagespflege und das Ambulante Gesundheitszentrum Artland. „Inzwischen sind praktisch alle Wohnungen belegt oder reserviert. Und die Teams der Wohngruppen und der Tagespflege haben einen fulminanten Start abgeliefert“, sagte der hauptamtliche Geschäftsführer der St.-Sylvester-Stiftung, Udo Hoffeld, während der Feierlichkeiten in dem funktional und geschmackvoll gestalteten Gebäude des St.-Sylvester-Stiftes . Er dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Hauses, dem Architekten Andreas Küpker, der Referentin des Diakonischen Werkes Hannover Dagmar Henseleit, der Kreissparkasse Bersenbrück sowie allen Beteiligten für die Unterstützung des 2,7-Millionen-Euro-Projektes. Ein besonderes Dankeschön galt auch dem Initiator Detlef Brehme, Projektleiter Dieter Meeßmann und dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Dieter Keck, deren kompetenter Rat von unschätzbarem Wert gewesen sei.
Angenehme Wohnatmosphäre geschaffen

„Es ist ein Haus entstanden, das allen Ansprüchen an eine zeitgemäße Pflege gerecht wird, ein Zuhause, das kaum Wünsche offenlässt. Der äußere Rahmen für eine angenehme Wohnatmosphäre ist geschaffen und garantiert den Bewohnerinnen und Bewohnern eine möglichst große Eigenständigkeit“, gratulierte Quakenbrücks Bürgermeister Matthias Brüggemann im Namen der Stadt zusammen mit dem Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe. Die kommunalen Vertreter überreichten ebenso wie der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Bernd Heinemann, Spenden für die geplante Gartenanlage, die bereits im Frühjahr in Angriff genommen werden soll. „Wir haben mit der Entscheidung für die Finanzierung nicht lange gezögert, weil uns das Projekt überzeugend präsentiert und professionell aufgezogen wurde. Es ist eine Einrichtung, die ihresgleichen sucht“, lobte Heinemann.
„Wunderbares Gebäude“

„Die langwierige Diskussion um die Positionierung der Wohngemeinschaften im Heimgesetz erforderte immer wieder Anpassungen des Konzeptes. Die historisch gewachsene Trennung von vollstationärer und häuslicher Versorgung im Leistungs- und Ordnungsrecht zusammenzuführen war ein langwieriger Prozess. Sie haben in all ihren Überlegungen konsequent die Perspektive der zukünftigen Nutzer eingenommen und immer wieder geprüft, wie Leistungsansprüche zu diesen individuellen Versorgungsansprüchen passen. Herausgekommen ist nicht nur ein wunderbares Gebäude, sondern ein Unterstützungsangebot, das vom Geist der Verantwortlichen lebt, die es entwickelt haben“, freute sich Dagmar Henseleit. Sie beglückwünschte alle Verantwortlichen zu ihrem Mut und Durchhaltevermögen beim Bau der ersten Pflege-Senioren-WG eines diakonischen Trägers.
Lager: Beispielhaft für andere Orte im Landkreis

„Hier ist etwas passiert, was sich vorzeigen lässt“, bezeichnete der stellvertretende Landrat Werner Lager das innovative Projekt als zukunftsorientiert und beispielhaft für andere Orte des Landkreises Osnabrück. Die neue, viel diskutierte Wohnform vermittle ihren Bewohnern Lebensqualität, Ambiente und Gemütlichkeit, während sie gleichzeitig 26 neue Arbeitsplätze geschaffen habe. Architekt Andreas Küpker dankte bei der Schlüsselübergabe dem Bauherrn für die mannigfache Kollegialität in Bezug auf kompetente Fachplanung, Achtsamkeit, fachgerechte Ausführung und die zauberhafte Farbgebung. Für das „wunderbare Haus“ begeisterte sich auch Diakon Johannes Brinkmeyer, der im Namen der Kirchengemeinde St. Marien Gottes Segen zum Neustart wünschte. Er wolle zusammen mit den evangelischen Pastoren Wolfgang Thon-Breuker und Friedrich Hülsmann für die seelsorgliche Begleitung der Bewohner zur Verfügung stehen. Die Feier klang mit einer Besichtigung des Hauses, einem Imbiss und Film über die einzelnen Bauphasen aus.