Schnelles Internet! CDU im Artland fordert Investitionsprogramm!

22. Mai 2016
Nicht jeder Rechner im Artland hat Zugang zum schnellen Internet. Das müsse sich ändern, fordert die CDU Artland. Symbolfoto: dpa

Nicht jeder Rechner im Artland hat Zugang zum schnellen Internet. Das müsse sich ändern, fordert die CDU Artland. Symbolfoto: dpa

noz 30.03.3016 pm/cg Quakenbrück. Die CDU Artland fordert, alle Haushalte in der Samtgemeinde Artland mit 50 Megabit pro Sekunde auszustatten. „Die Beseitigung der Funklöcher ist wichtiger als das Flicken von Schlaglöchern“, schreibt die Partei.

Aus Sicht der CDU Artland müsse die Samtgemeinde Artland angesichts einer Vielzahl von Förderprogrammen auf Bundes- und Landesebene zum Ausbau der Breitbandversorgung „jetzt beherzt zugreifen und gemeinsam mit dem Landkreis den Ausbau des schnellen Internets im Artland konsequent verfolgen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Telekommunikationsanbieter „auf Sicht mit leistungsfähigen Angeboten in den ländlichen Räumen aktiv werden und die weißen Flecken beseitigen“.

Ziel: 100 Prozent Versorgung

Die Versorgung der Artländer Bevölkerung und der Gewerbe-, Industrie und Handwerksbetriebe mit schnellem Internet sei eine der zentralen Aufgaben der nächsten Zeit. Dem EU-Kommissar Günter Oettinger sei recht zu geben, dass es in Zukunft nicht mehr in erster Priorität darum gehe, Schlaglöcher in Straßen zu beseitigen, sondern die Defizite in der Breitbandversorgung, also die Funklöcher zu schließen, schreibt der Vorsitzende der CDU Artland, Dirk Kopmeyer. Ziel müsse es sein, alle Haushalte mit einer Übertragungsrate von 50 Mbit/sec zu versorgen. Wo dies nicht über Glasfaser oder den Ausbau der Kabelverzweiger möglich sei, müsse auch über dezentrale Funklösungen nachgedacht werden. „Nicht 80, nicht 90, nein, 100 Prozent Versorgung mit schnellem Internet“ sei das Ziel.

CDU: Überall wird ein leistungsfähiges Netz benötigt

Regionen, die sich nicht konsequent mit dem Ausbau des schnellen Internets befassen, werden laut Kopmeyer auf Sicht abgehängt. Ob es um die Kommunikation von Unternehmen mit Kunden und Lieferanten, um touristische Angebote oder um das private Shopping im Internet gehe, überall werde ein leistungsfähiges Netz benötigt.

Auch Samtgemeinde soll sich finanziell einbringen

Dafür dürfe auch ein finanzielles Engagement der Samtgemeinde kein Tabu sein. Europäisches Geld, Bundes- und Landesmittel, kombiniert mit Geldern des Landkreises und ein über drei Jahre gestrecktes Investitionsprogramm der Samtgemeinde können einen deutlichen Schritt nach vorne bringen. „Jetzt müssen die Förderanträge platziert werden, Mitte und Ende April sind meines Wissens die nächsten Stichtage, um Anträge auf Förderung des Breitbandausbaus zu stellen“, so Dirk Kopmeyer.