Im Dezember soll alles fertig sein! Sanierung der Wilhelmstraße in Quakenbrück beginnt!

22. Mai 2016
Von Grund auf erneuert werden soll die Wilhelmstraße zwischen der Brücke über die Kleine Hase und dem Kreisverkehr. Die Bauarbeiten dauern nach Angaben der Stadt bis Jahresende. Foto: Christian Geers

Von Grund auf erneuert werden soll die Wilhelmstraße zwischen der Brücke über die Kleine Hase und dem Kreisverkehr. Die Bauarbeiten dauern nach Angaben der Stadt bis Jahresende. Foto: Christian Geers

noz 07.05.2016 Quakenbrück. Die Stadt Quakenbrück will in der kommenden Woche mit der Sanierung der Wilhelmstraße beginnen. Die Bauarbeiten dauern nach Angaben der Stadtverwaltung vermutlich bis Dezember.

Die Wilhelmstraße zwischen dem Kreisverkehr Kreuzstraße/
Friedrich-Ebert-Straße/Bürgerstraße/Wilhelmstraße und der Brücke über die Kleine Hase wird in den nächsten Monaten zur Baustelle. Am kommenden Montag will die Stadtverwaltung die Sanierung der innerstädtischen Straße starten.

Umleitungsstrecke wird eingerichtet

Doch bevor die ersten Bagger anrollen, muss der Straßenabschnitt für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Als erster Schritt werden die Verkehrsschilder für die Vollsperrung aufgestellt. „Es werden weiträumige Umleitungen über die Südumgehung (Niedersachsenstraße) und über die Bundesstraße 68 und Badberger Straße vorgesehen“, teilt Klaus Robken vom Bauamt der Samtgemeinde Artland mit. Allerdings: Die Geschäfte an der Straße Schiphorst seien weiterhin erreichbar. Die Zufahrten würden ab dem Kreisverkehr ausgeschildert, unter anderem über die Hohe Straße, so Robken.

Straße ist etwa 40 Jahre alt

Erst wenn die Umleitungsstrecken eingerichtet sind, rollen die Baufirmen an und beginnen mit der Sanierung. Zunächst wird laut Stadtverwaltung die alte Straßenoberfläche abgefräst. Das dürfte schnell gehen, denn die Verschleiß- und Tragschicht der gut 40 Jahre alten Straße ist laut Expertenangaben nur gut acht Zentimeter dick und damit viel zu dünn, um die für diese Erschließungsstraße berechnete Verkehrsbelastung von 7000 Kraftfahrzeugen täglich zu verkraften. Danach graben sich dem Ausbauplan zufolge Bagger durch den Erdboden und stoßen bis in die Tiefe der Versorgungsleitungen vor. Auch hier gibt es genug zu tun: Die Kanalisation für das Regenwasser muss komplett erneuert werden, in Teilen auch die Schmutzwasserkanalisation. Auch die Stromversorgung wird vor dem Neubau der Straße neu verlegt. Die übrigen Versorgungsleitungen bleiben nach Angaben der Stadtverwaltung unberührt, lediglich der eine oder andere Hausanschluss für die Trinkwasserversorgung müsse ausgetauscht werden. Im Anschluss wird die Wilhelmstraße selbst neu ausgebaut, sie soll einen 70 Zentimeter starken Unterbau erhalten. Außerdem werden Geh- und Radwege sowie Grünanlagen angelegt sowie eine neue Straßenbeleuchtung installiert – Arbeiten, die voraussichtlich bis Dezember dauern werden.

Kritik der Anwohner am Ausbauplan der Stadt

Den Ausbauplan hatte der Quakenbrücker Stadtrat Ende Februar mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP mehrheitlich beschlossen. Zwar waren einige Änderungswünsche der Anlieger in die Überarbeitung eingeflossen, in einem zentralen Punkt besteht aber Uneinigkeit. Die Anwohner lehnen die beiden vorgesehenen Radwege auf der Fahrbahn, die abmarkiert werden sollen, kategorisch ab. Sie hatten sich dafür ausgesprochen, Geh- und Radwege mit einem Grünstreifen von der Fahrbahn zu trennen. Mit diesem Vorschlag hatten sie lediglich Linke und Bündnis 90/Die Grünen im Rat überzeugt.