Ausschuss legt Themen fest! Diskussion über Quakenbrücker Zukunftsziele beginnt!

22. Mai 2016
Die Stadt Quakenbrück will ihre Politik so ausrichten, dass sie auch in Zukunft ihre mittelzentrale Funktion behält. Welche Themen in Zukunft wichtig sein könnten, will der Wirtschaftsausschuss diskutieren. Foto: Christian Geers

Die Stadt Quakenbrück will ihre Politik so ausrichten, dass sie auch in Zukunft ihre mittelzentrale Funktion behält. Welche Themen in Zukunft wichtig sein könnten, will der Wirtschaftsausschuss diskutieren. Foto: Christian Geers

noz 19.05.2016 Quakenbrück. Der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Finanzen soll das Strategiepapier erarbeiten, mit dem die Stadt Quakenbrück ihre mittelzentrale Funktion in der Region an die Zukunft anpasst. Das hat der Ausschuss einstimmig dem Stadtrat empfohlen.

Nach dem Grundsatzbeschluss des Stadtrates im Februar, ein Entwicklungskonzept aufzustellen, hat die Verwaltung dem Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Finanzen einen „allgemein gehaltenen Rahmenplan“ vorgelegt. „Dieser ist als erste Diskussionsgrundlage gedacht“, führte Stefan Fröhlich, Fachbereichsleiter für Finanzen und Organisation, aus. Dabei hatte sich die Verwaltung wie verabredet an den Themenfeldern des strategischen Handlungskonzeptes für die Samtgemeinde Artland orientiert.

Verwaltung stellt vier Handlungsfelder zur Diskussion

Diese vier Ziele stellt die Verwaltung laut Vorlage zur Diskussion: „Sozialen Zusammenhalt stärken“, „Wirtschaftliche Entwicklung stärken“, „Natürliche Lebensgrundlagen bewahren“, „Haushalt nachhaltig konsolidieren und steuern“. Welche Ziele den jeweiligen Handlungsfeldern zuzuordnen seien, müsse nun die weitere Diskussion ergeben, so Fröhlich. Vor allem gelte es, die Frage zu klären, wer diese Aufgabe übernehme: ein fraktionsübergreifender Arbeitskreis oder die Mitglieder des Ausschusses.

Gärtner: Auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren

Paul Gärtner (SPD) begründete noch einmal, weshalb seine Fraktion ein strategisches Handlungskonzept für die Stadtentwicklung eingefordert habe. „Quakenbrück ist das Mittelzentrum in der Region“, stellte er klar. Allerdings komme der Stadtpolitik die Aufgabe zu, auf die gesellschaftlichen Veränderungen zu reagieren. „Der Rat muss dafür sorgen, dass die Entwicklung der Stadt Schritt hält angesichts des Wandels“, sagte er. Mit anderen Worten: Quakenbrück solle zukunftsfähig bleiben. Die Voraussetzungen seien gut, wies der Bürgermeister auf „Leuchttürme wie das Christliche Krankenhaus, das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik und den Business- und Innovationspark“ hin. Das Gremium für die nun anstehende Diskussion über die Ziele sei der Wirtschaftsausschuss, dessen Mitglieder „sind die richtigen Vorantreiber“.

Schwertmann: SPD trat „unglückliche Diskussion“ los

Hubert Schwertmann (CDU) pflichtete seinem Vorredner bei. „Das Mittelzentrum Quakenbrück ist nicht infrage zu stellen“, sagte er. Allerdings habe die SPD eine „unglückliche Diskussion“ losgetreten, als im ersten Antrag vom „Erhalt des Mittelzentrums“ die Rede gewesen sei. Kritisch hinterfragte er allerdings, ob der Wirtschaftsausschuss in seiner jetzigen Besetzung das richtige Gremium sei. „Es ist Mai, dann folgt die Sommerpause. Im September sind Wahlen, und ob danach wieder alle hier sitzen, steht nicht fest.“ Schließlich solle das Strategiepapier für einen längeren Zeitraum gelten. Das sei kein Hindernis, hielt Paul Gärtner ihm entgegen: Seit Jahrhunderten sei die Stadt Quakenrück durch die Kontinuität der Räte vorangebracht worden. „Sie haben immer zum Wohle der Stadt gearbeitet.“ Nach kurzer Diskussion einigte sich der Ausschuss, durchaus mit der Debatte über die Zukunftsthemen der Stadt zu beginnen und Ziele zu formulieren. Diese sollten aber nicht in einem Beschluss münden, „um dem neuen Stadtrat keine Bürde zu hinterlassen“, wie es hieß.

Henemann: Städtische Infrastruktur „elementares Handlungsfeld“

Eines der Themen, die im Folgenden zur Diskussion stehen sollten, regte Andreas Henemann (Bündnis 90/Die Grünen) in der Sitzung an. Die Entwicklung der städtischen Infrastruktur sei ein „ganz elementares Handlungsfeld“, das ergänzt werden müsse. Grundlage für das Ziel „Wirtschaftliche Entwicklung stärken“ sei die Weiterentwicklung der Infrastruktur, also Verkehrswege, Entwicklung von Schulen und Kindertagesstätten zum Beispiel.