Sternfahrt sehr beliebt! Radwandertag von Meppen und Osnabrück nach Quakenbrück!

14. Juni 2015
OZ-Radwandertag von Meppen und Osnabrück nach Quakenbrück. Foto: Gert Westdörp

NOZ-Radwandertag von Meppen und Osnabrück nach Quakenbrück. Foto: Gert Westdörp

noz 14.06.15 Quakenbrück. Beim 18. NOZ-Radwandertag radelten am Sonntag rund 750 Teilnehmer von Meppen beziehungsweise Osnabrück nach Quakenbrück. Bei der von den NOZ-Medien und der Hasetal-Touristik organisierten Tour mussten sich die Radler um nichts kümmern.

Der Grund dafür: Die Tour war nicht nur ausgeschildert, unterwegs gab es auch noch an verschiedenen Haltepunkten die Möglichkeit, sich zu stärken. Und am Ziel in Quakenbrück konnten die Radler mit etwas Glück bei der Tombola unter anderem drei Fahrräder gewinnen. Zwar war der Himmel bedeckt und es sah immer ein wenig nach Regen aus, doch die Teilnehmer der beliebten Sternfahrt hatten Glück: Es blieb trocken.

Neulinge und Wiederholungstäter

Wie immer nahmen viele Gruppen am Radwandertag teil, doch auch einige einzelne Radler fuhren mit. Außerdem fiel auf: Einerseits gab es sehr viele Radler, die jedes Jahr wieder mit Begeisterung beim Radwandertag mitfahren. Andererseits waren viele Neulinge dabei, die zum ersten Mal an der Sternfahrt teilnahmen.

So konnte beispielsweise Heiner Herdes seine Freunde Helena und Karl Glandorf überzeugen, mitzufahren. Er hatte im vergangenen Jahr erstmals mit einem Freund am Radwandertag teilgenommen. Doch dieses Mal war jener Freund verhindert. „Da habe ich die beiden mit meiner Begeisterung angesteckt“, so Herdes, und Karl Glandorf fand: „Es war sehr schön.“ Seine Frau wiederum betonte: „Und die Organisation war super!“

Auch Maria Rolfes hatte ihre Freundin Elisabeth Krüssel zum Mitradeln bewegen können: „Ich musste sie allerdings überreden“, erklärte Rolfes, und Krüssel gab zu: „Ich wollte nicht in Kolonne fahren.“ Doch da die Radfahrer bei der Sternfahrt ihr Tempo selbst bestimmen konnten, zogen sich die Teilnehmerfelder nach dem Start jeweils schnell auseinander. Die beiden Meppenerinnen hatten es daher genossen, zu zweit in der für sie passenden Geschwindigkeit die abwechslungsreiche Strecke nach Quakenbrück zu fahren. „Wir sind ordentlich geradelt und haben flott weggetreten“, berichtete Krüssel.

Pannendienst

Etwas langsamer als geplant kamen Josef und Ursula Meißner sowie Christian Meißner und Susanne Tomaszewski voran: „Wir hatten zwischendurch einen Reifenschaden, doch der wurde vom Pannenservice schnell behoben“, erzählte Christian Meißner, und sein Vater Josef Meißner betonte: „Und zwar kostenlos.“ Dies hatte seine Frau beeindruckt. Relativ unbeeindruckt zeigten sich die Radler hingegen vom bedeckten Himmel. „Hauptsache es regnet nicht“, meinte Tomaszewski, und Josef Meißner fügte hinzu: „Wenn es zu heiß wäre, wäre es auch nicht schön.“

Wer in Meppen startete, konnte in Haselünne bei der ersten Rast Bockwurst mit Brötchen essen und Kaffeetrinken, erhielt in Herzlake einen süßen Berliner in Herzform zum Verzehren und in Löningen einen stärkenden Erbseneintopf. Die Osnabrücker wiederum konnten sich am Alfsee mit einem Apfel stärken und ihre Erbsensuppe auf dem Bersenbrücker Marktplatz genießen. Und vor dem Ziel gab es in Badbergen noch eine Erfrischung.

Zeit für eine Pause und eine Stärkung

Die Erbsensuppe, die jeweils Hotels und Restaurants vor Ort gekocht hatten, schmeckte den Radlern offensichtlich. „Die ist sehr gut, das ist schon mein dritter Teller“, verriet Uwe Tuschling aus Meppen, und sein Tischnachbar Andree Dust fügte augenzwinkernd hinzu: „Gestandene Männer müssen auch etwas essen.“ Auf die Radtour angesprochen berichtete Dust: „Die Strecke war optimal.“ Dem konnte Katrin Moshage nur zustimmen, sie fand die Route von Meppen nach Quakenbrück sogar noch schöner als die von Osnabrück ins Artland. Daher fuhr die Osnabrückerin mit ihrer Freundin Renate Prinz bereits zum zweiten Mal von Meppen aus mit. „Wir sind schon die Maskottchen hier“, erklärte Prinz, die ebenfalls aus Osnabrück kommt. Und auch wenn die beiden nicht die Einzigen waren, die beim Radwandertag nicht in ihrer Heimatregion losgeradelt waren, so wählten doch die meisten den näher gelegenen Startpunkt für den Beginn der Radtour.

Familienausflug

Insgesamt überwogen die erwachsenen Teilnehmer, aber auch viele Kinder waren bei der Sternfahrt dabei, so wie die Familien Bröker und Kulgemeyer. Sie waren mit vier Erwachsenen und sechs Kindern unterwegs. Der sechs Monate alte Theo und die zweijährige Clara saßen bequem im Fahrradanhänger und wurden von ihren Eltern gezogen. Auch Carolins (7) Rad war noch am Mountainbike ihres Vaters Christoph Kulgemeyer befestigt. Doch Jonas (10), Konstantin (10) und Julius (12) bewältigten die 65 Kilometer lange Strecke auf ihren eigenen Rädern. „Wir haben uns von Kulgemeyers überreden lassen mitzufahren“, berichtete Catrin Bröker, für ihreFreunde sei es schon der siebte Radwandertag. Brökers Fazit lautete: „Es ist super.“

Am Ziel angekommen

Zum Schluss trafen sich alle auf dem Marktplatz in Quakenbrück, wo vor der Abfahrt noch die Verlosung der Tombolagewinne stattfand. Die Zeit bis dahin hatten sich Elisabeth, Maria, Bernd und Hans Kruth gemeinsam mit Jutta Hölter bei Kaffee und Kuchen vertrieben. Hölter hatte sich den vier anderen gleich in Meppen angeschlossen: „Mein Mann ist ausgefallen, und alleine wollte ich nicht fahren“, so Hölter, die auf einem Oldtimer die 65 Kilometer lange Strecke bewältigte: „Mein Rad ist eine Rarität: Es ist alt, hat noch nicht einmal eine Gangschaltung, aber dafür einen Korb.“In einem Fahrradkorb fuhr auch Chiwawa-Jack-Russell Berta mit. Für den Hund von Christine und Dieter Teckemeyer war es der zweite Radwandertag

Drei Frauen gewinnen drei Fahrräder

Finn-Luca Westphal übernahm die Rolle der Glücksfee. Allerdings taten sich die Vertreter der Organisatoren und Sponsoren des Radwanderwegs mit dem Entziffern der Namen der Gewinner auf einigen der handschriftlich ausgefüllten Teilnahmecoupons schwer. Über ein neues Fahrrad freuen können sich: Paula Mönkediek aus Quakenbrück, Elisabeth Plog aus Merzen und Angelina Dargatz aus Osnabrück.