Malte Lauck „Juniorbotschafter“! Quakenbrücker Schüler geht für ein Jahr in die USA!

2. Juni 2015
Der Bundestagsabgeordnete André Berghegger (links) übernimmt die Patenschaft für den Quakenbrücker Schüler Malte Lauck. Foto: Bernard Middendorf

Der Bundestagsabgeordnete André Berghegger (links) übernimmt die Patenschaft für den Quakenbrücker Schüler Malte Lauck. Foto: Bernard Middendorf

NOZ 02.06.15 Quakenbrück. „Ich wollte schon lange gern mal ein Jahr nach Amerika, aber das war immer zu teuer“, gesteht Malte Lauck, Schüler am Artland-Gymnasium Quakenbrück (AGQ). „Dann sah ich den Flyer zum Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP).“ Er bewarb sich und durchlief mehrere Tests. Der Bundestagsabgeordnete André Berghegger wählte ihn für ein Stipendium aus.

„Die USA haben die Gelder für dieses Programm überraschend gekürzt. Da haben wir gesagt: Wir übernehmen das vorläufig“, sagt André Berghegger anlässlich eines Besuchs. Als früherer Meller Bürgermeister und jetzt im Bundestag habe er gelernt: Über das Ausland zu reden sei leicht, aber wenn man dort war, bekomme man eine ganz andere Sichtweise.

„Ich wurde gefragt, ob ich eine Patenschaft übernehmen möchte, bekam die Unterlagen und habe Malte ausgewählt“, so Berghegger. Ein US-Schüler habe bei ihm zuvor ein Praktikum absolviert – mit viel Interesse am Bundestag. Auf die Frage „Würdest du auch gern mal in den Kongress schauen?“, kommt von dem jungen Quakenbrücker ein spontanes „Ja“.

Mehrere Monate wurden die Bewerber auf Herz und Nieren geprüft – in Gesprächen über das Verhalten in einer Gastfamilie, Kurzvorträgen und Aufsätzen: „Da mussten wir kreativ sein.“ Im Januar dann die Nachricht: Der 17-Jährige ist dabei, an der Highschool in Lansing, der Hauptstadt von Michigan. Ein Seminar in Würzburg folgte.

„Ich bin gerade noch so im Alterslimit“, sagt Malte Lauck. „Jetzt kann ich es kaum noch aushalten.“ Fußball würde er gern weiterspielen, Baseball oder Football eher nicht. Seine Mutter als Gymnasial-Lehrerin denkt schon weiter: „Vielleicht kannst du dort ja sogar den Highschool-Abschluss machen.“

In Berlin oder Frankfurt wird der AGQ-Schüler im August sein Visum abholen, um für ein Jahr ins Abenteuer USA zu starten. „Eine sinnvolle Sache“ nennt Berghegger den Austausch, denn: „Die Schüler sollen dort auch gute Botschafter sein.“