„Quakenbrück hat etwas zu verlieren!“ CDU-Ratsfraktion für den Erhalt des Quakenbrücker Stadtbildes!

10. Mai 2015
Eine historische Aufnahme von Quakenbrück zeigt die Bebauung der "Quakenbrücker Gründerzeit", die im Zuge des Bahnhofneubaus in der westlichen Innenstadt entstanden ist. Darunter am linken Bildrand auch die sogenannte Immobilie Preemann in der Wilhelmstraße. Foto: Archiv Stadtmuseum.

Eine historische Aufnahme von Quakenbrück zeigt die Bebauung der “Quakenbrücker Gründerzeit”, die im Zuge des Bahnhofneubaus in der westlichen Innenstadt entstanden ist. Darunter am linken Bildrand auch die sogenannte Immobilie Preemann in der Wilhelmstraße.
Foto: Archiv Stadtmuseum.

pm Quakenbrück. In Quakenbrück wird gebaut – und das ist gut so, findet die CDU-Ratsfraktion der Burgmannstadt. Gleichwohl müsse das Augenmerk der Politik darauf liegen, das Stadtbild Quakenbrücks vor dem Hintergrund der jüngsten Bautätigkeit zu erhalten.
„Quakenbrück hat etwas zu verlieren“, bringt es der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Calderone in einer Pressemitteilung auf den Punkt. Denn sehenswert seien nicht nur die historische Altstadt mit den Fachwerkgebäuden, der Hohen Pforte und den beiden Kirchen, auch beispielsweise die Bebauung der sogenannten „Quakenbrücker Gründerzeit“, die sich nach dem Bau des Bahnhofes unter anderem in der Hindenburgstraße, der Bahnhofstraße und der Wilhelmstraße in einer Ausdehnung nach Westen bildete, sei erhaltenswert. Dies ebenso, wie die sogenannten „Ackerbürgerhäuser“ beispielsweise am St. Antoniort oder in der Kuhstraße, so die CDU.
Die Christdemokraten unterstrichen in einer Besprechung mit dem Rahmenplaner Wilhelm Pörtner, der die städtebaulichen Planungen für die Sanierungsgebiete „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau West“ im Auftrag der Kommune begleitet: „Der Zwang zum schnellen Handeln wird größer, weil Investoren vermehrt in Immobilien investieren.“ Stellvertretender Bürgermeister Gerd Meinecke verwies auf eine grundsätzlich positive Entwicklung, gleichwohl sei der Ortskern viel zu wertvoll, um ihn nur aus dem Blickwinkel der Investoren zu sehen: „Am Ende muss es zu einer Verbesserung des Stadtbildes und damit der Lebensqualität kommen.“
Als beispielhaft nannte Meinecke in der Pressemitteilung das Ergebnis zum Neubau im Bereich der Grundstücke gegenüber der St.-Petrus-Kirche an der Artlandstraße. „Hier konnten – auch auf Bestreben der CDU – die Bebauungsdichte, die Anzahl der Wohnungen, die Höhe der Bebauung in Gesprächen mit den Investoren verringert werden, sodass sich die neue Bebauung hoffentlich gut in die Nachbarschaft einfügt!“
Als Beispiel für die Zukunft führte die CDU die sogenannte Immobilie Preemann an der Wilhelmstraße an, die aus der „Quakenbrücker Gründerzeit“ stammt und „Gesicht und Geschichte“ habe. „Kommunale Möglichkeiten“ sollten also eingesetzt werden, um wichtige Ensembles in Quakenbrück zu bewahren. „Möglich sind Satzungen zur Gestaltung oder zum Erhalt des Stadtbilds und eine Neuformulierung der Bebauungspläne.“ Aus den 70er- und 80er-Jahren stammend, hatten diese noch andere Schwerpunkte: die Verdichtung und der Vorrang für den Autoverkehr standen im Mittelpunkt. Erste Gespräche hat die CDU nach eigenen Angaben mit der Verwaltung in dieser Sache geführt.