Bebauung an der Artlandstraße! Auch Quakenbrücker Rat setzt auf Baugenossenschaft!

3. Mai 2015
So sollen die neuen Häuser an der Artlandstraße aussehen. Insgesamt plant die Baugenossenschaft 32 Wohneinheiten. Entwurf: Architekturbüro Elisabeth Weber artlandstraße_qua Baugenossenschaft

So sollen die neuen Häuser an der Artlandstraße aussehen. Insgesamt plant die Baugenossenschaft 32 Wohneinheiten. Entwurf: Architekturbüro Elisabeth Weber

noz 28.04.15 Quakenbrück. Die Entscheidung ist gefallen: Die Stadt Quakenbrück wird ihre Liegenschaften an der Artlandstraße 17 bis 25 an die Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück verkaufen, die an dieser Stelle moderne Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 32 Wohnungen schaffen soll. Diesen Beschluss hat der Stadtrat am Montagabend bei einer Gegenstimme gefasst.

CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Linke votierten für den Entwurf der Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück, für den sich in der vergangenen Woche bereits der Bauausschuss ausgesprochen hatte. Petra Fischer (FDP) hielt dagegen den Entwurf der HJD-Holding (D+S Holding) aus Essen für gelungener. Während sich ihre Fraktionskollegin Galina Krieger bei der Abstimmung enthielt, stimmte sie dagegen.

Von einem „big point“ für die Neustadt sprach Gerd Meinecke (CDU), dessen Fraktion sich einstimmig für den Entwurf der Baugenossenschaft ausspreche. Vor allem die „Mobilität auf allen Ebenen“, die durch den Einbau eines Fahrstuhls erreicht werde, sah er als weiteren Pluspunkt.

Auch Rainer Mock (SPD) freute sich „auf die neue Nutzung“ an der Artlandstraße. Nach dem Abriss der sogenannten Flüchtlingshäuser entstünden an dieser Stelle moderne und barrierefreie Wohnungen. Der SPD-Ratsherr hoffte, „dass es der große Wurf für die Neustadt wird“.

Die Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück hat nach Ansicht von Andreas Maurer (Die Linke) mehrfach bewiesen, „dass sie zu Quakenbrück steht“. Mit den 32 Wohneinheiten entstünden „dringend benötigte Wohnungen“. Bau und Betreuung der Mietobjekte seien bei der Baugenossenschaft „in guten Händen“.

Johannes Jordan (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßte, dass im Beschluss des Stadtrates auch noch die Verpflichtung nach einer energetischen Optimierung des Nutzungskonzeptes enthalten sei.

Auch Petra Fischer (FDP) freute sich nach eigenen Worten über die Neubauten an der Artlandstraße. Sie lehnte allerdings das vorgeschlagene Konzept der Baugenossenschaft ab. Der Entwurf der HJD-Holding sei geeigneter, weil darin auch Vier-Zimmer-Wohnungen entstehen sollten. Auch die Gemeinschaftsflächen auf dem Gelände seien großzügiger bemessen. „Ich finde dieses Konzept einfach schöner“, sagte sie.

So geht es weiter: Die Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück soll ihr vorgelegtes Realisierungs- und Nutzungskonzept weiterentwickeln und bis spätestens Ende Juli endgültig mit der Stadtverwaltung abstimmen. Dann verkauft der Sanierungsträger Baubecon als Eigentümer der Grundstücke Artlandstraße 17 bis 25 mit einer Gesamtgröße von 6655 Quadratmeter die Liegenschaften für 299475 Euro an die Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück. Diesen Preis hat der Gutachterausschuss beim Katasteramt Osnabrück unter Berücksichtigung der sanierungsbedingten Wertsteigerung schon im April 2011 festgelegt. Die Baugenossenschaft muss die Fläche gemäß vorgestelltem Konzept binnen drei Jahren bebauen.