Ausdauer, Disziplin und Teamgeist Artland-Gymnasium Partnerschule des Leistungssports

27. März 2015
 Zusammen mit dem LSB-Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe (rechts) überreichte Thomas Castens (links), Schulsportreferent im Kultusministerium, die Urkunde an Schulleiter Manfred Ernst und Young-Dragons-Koordinator Gerd Meinecke, Motor des Basketballs am AGQ. Fotos: Bernard Middendorf


Zusammen mit dem LSB-Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe (rechts) überreichte Thomas Castens (links), Schulsportreferent im Kultusministerium, die Urkunde an Schulleiter Manfred Ernst und Young-Dragons-Koordinator Gerd Meinecke, Motor des Basketballs am AGQ. Fotos: Bernard Middendorf

NOZ 25.03.2015 Quakenbrück. Feierlich ging es in der Turnhalle des Artland-Gymnasiums zu – kein Wunder, stand doch die Ehrung als „Partnerschule des Leistungssports“ durch das Niedersächsische Kultusministerium an, offiziell profan als „Zertifizierung“ bezeichnet. Schulleiter Manfred Ernst nahm die Urkunde für außerordentliche Förderung des Basketballs hocherfreut entgegen.

Ernst begrüßte viele Ehrengäste. In den 1950er Jahren eingeführt, sei Basketball lange im RGQ gespielt worden. Nach dem DM-Bronze-Triumph des AGQ-Teams 1969 war Gerd Meinecke seit 1975 der Motor, der Erfolge wie Platz 7 beim weiblichen JTFO-Endturnier begleitete. „Wir hatten 1960 sogar einen Nobelpreisträger dabei – Klaus von Klitzing!“ sagte Ernst stolz.

Als Vertreter von Ministerin Frauke Heiligenstadt referierte Thomas Castens, Schulsportreferent im Kultusministerium, dass der Kooperationsvertrag aus 2003 zwischen Ministerium und Landessportbund (LSB) erfolgreiche Leistungssportler, aber auch erfolgreiche Schüler zum Ziel habe. „Quakenbrück ist ebenso bekannt für hervorragende Sportanlagen wie für Verknüpfungen zwischen AGQ, QTSV und Artland Dragons“, so Castens, bevor er – neben Reinhard Rawe, LSB-Vorstandsvorsitzender – die Zertifizierungs-Urkunde überreichte.

Rawe betonte, Leistungssport habe eine wichtige gesellschaftliche Funktion und müsse parallel zur Karriere möglich sein: „Partnerschaft mit Schülern, Eltern, Lehrern und dem Land ist für uns das Stichwort.“ Als Geschenk gab es ein Bild von Andreas Aguilar, dem Ringe-Weltmeister von 1989.

Sportförderung sei ein Geben und Nehmen, so Hans Thiel, Ex-Präsident des Niedersächsischen Basketballverbandes (NBV): „Nur Geben bedeutet, dass solch ein Projekt scheitert!“ Talente müssten auch bei JTFO und bei den Erstligisten auf der Bank sitzen dürfen. Stefan Zumstrull, Kreis-Fachdienstleiter Sport, ergänzte mit Blick auf Drachen-Manager Alexander Meilwes: „Man kann sagen, dass es die Artland Dragons ohne das AGQ nicht geben würde.“ Schule könne nicht sponsern, aber „fördern und fordern“.

Bürgermeister Paul Gärtner gratulierte im Namen von Rat und Verwaltung. Dass die „exotische“ Sportart Basketball am AGQ schon 1979 Leistungsfach wurde, hätten auswärtige Kollegen ungläubig bestaunt.

Thorben Döding, im Dragons-Internat lebend, dankte für die Unterstützung. Er sei oft körperlich und mental ausgelaugt, aber er liebe Basketball. Willi Mumme, Ex-VfL-Profi, stimmte zu, als der U-16-Nationalspieler sagte: „Ausdauer, Disziplin und Teamgeist helfen bestimmt später im Beruf.“ Er bereue den Schritt nicht, so Döding, obwohl noch nicht alles perfekt sei. Mit Illusionen räumte auch sein „Kollege“ Florian Doeinck, Abiturient 2011, auf, und vermittelte die Fakten sehr humorvoll.