Ein Beruf im Fitnessstudio! Azubimesse in Quakenbrück: Im Sportoutfit zur Arbeit

22. Februar 2015
Im sportlichen Arbeitsoutfit steht Victoria Gaier im Fitnessstudio Drei Fit hinter der Empfangstheke. Foto: Katharina Preuth

Im sportlichen Arbeitsoutfit steht Victoria Gaier im Fitnessstudio Drei Fit hinter der Empfangstheke. Foto: Katharina Preuth

NOZ 22.02.2015 Quakenbrück. Das Wichtigste an ihrem Job sei der Umgang mit Menschen, erzählt Victoria Gaier. Die 21-Jährige steckt mitten in ihrer Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau. Seit mehr als zwei Jahren lernt sie im Fitness- und Gesundheitsstudio Drei Fit in Quakenbrück.

„Ich kann gut mit Menschen reden, das ist eine Voraussetzung für den Beruf“, sagt Victoria Gaier. Auch sollte jeder Azubi Interesse an Sport mitbringen. Zwar beinhaltet die Ausbildung selbst keine sportlichen Aktivitäten, aber man sei doch die ganze Zeit vom Thema Sport umgeben, erzählt sie. Und weiter: „Ich habe zehn Jahre in Bramsche Hip-Hop getanzt und bin so zu dieser Ausbildung gekommen.“

Um Fitnesskurse geben zu dürfen oder die Kunden an den Geräten zu beraten, benötige sie zusätzliche Lizenzen, die allerdings nicht Teil der Ausbildung seien.

Victoria Gaiers Hauptaufgabenfeld beschränkt sich auf Büro und Empfang. An erster Stelle begrüßt sie die Kunden, gibt Schlüssel für die Umkleideschränke heraus und trägt die Anwesenheit der Kunden in den Computer ein, das sogenannte Check-in. Wenn die Kunden das Center wieder verlassen, ist sie für das Check-out zuständig. Dann mixt sie hinter der Theke Shakes. Dieser Teil der Ausbildung läuft unter den Schlagworten Verkauf und Service. Im Büro sortiert sie Akten, macht die Abrechnung und erfasst Mitgliedschaften.

Gerade hat sich ihr Beschäftigungsfeld erweitert: Sie hat den Bereich Promotion übernommen. Darüber freut sie sich: „Ich bin dann zum Beispiel für den Auftritt des Studios Drei Fit auf dem Quakenbrücker Burgmannsfest verantwortlich. Ich plane Events, schaue, was wer für Klamotten trägt und wie die Show aussieht.“

Am meisten gefällt ihr aber, dass sie so nah an den Kunden sei und dass sie den Leuten nicht irgendwas andrehe, sondern ihnen Gesundheit verkaufe. Darum ist Victoria Gaier fest davon überzeugt, dass der Beruf der Sport- und Fitnesskauffrau auch in Zukunft Bestand habe, denn es werde „immer Leute geben, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen“, erzählt die Auszubildende.

Das Fitnessstudio Drei Fit ist zum 1. August 2015 noch auf der Suche nach einem neuen Auszubildenden. Die ersten Bewerbungen seien zwar schon eingetroffen, aber sie hätten sich noch nicht entschieden, berichtet Studioleiterin Marina Rybak. Daneben freue sich das 19-köpfige Team des Studios über Jahres- oder Schulpraktikanten. Zudem bieten sie die Möglichkeit eines dualen Studiums an. Abiturienten können gleichzeitig Fitness- und Business-Education studieren und im Drei Fit die Theorie mit dem praktischen Bereich verbinden.

Und einen großen Vorteil biete die Arbeit in der Nähe von Sportlern dann noch: Sie müsse nicht im Kostüm oder im Anzug erscheinen, und sogar eine Jeans wäre zu viel. Der Dresscode sei sportlich, schmunzelt Victoria Gaier.