Studienförderung Erfolgsmodell Quakenbrück: DIL-Programm gegen Fachkräftemangel

14. August 2014
Ein Kooperationsteam gegen den Fachkräftemangel in der Region. Auf dem Foto von links: Alexander Bobe (Stipendiat, Abi 2011), Pia Oswald (Stipendiatin, Abi 2012), Manfred Ernst (Schulleiter des Artland-Gymnasiums Quakenbrück), Dr. Knut Franke (Forschungsplattform Robotik, DIL), Daniel Stichling (Stipendiat, Abi 2013), Nils Marquardt (Stipendiat, Abi 2014), Dr. Volker Heinz (Direktor DIL)Foto: Nicole Weymann

Ein Kooperationsteam gegen den Fachkräftemangel in der Region. Auf dem Foto von links: Alexander Bobe (Stipendiat, Abi 2011), Pia Oswald (Stipendiatin, Abi 2012), Manfred Ernst (Schulleiter des Artland-Gymnasiums Quakenbrück), Dr. Knut Franke (Forschungsplattform Robotik, DIL), Daniel Stichling (Stipendiat, Abi 2013), Nils Marquardt (Stipendiat, Abi 2014), Dr. Volker Heinz (Direktor DIL)Foto: Nicole Weymann

NOZ 14.08.2014 nwey Quakenbrück. Wer als großes Unternehmen einen recht ländlichen Sitz hat, für den ist der Begriff des Fachkräftemangels nicht abstrakt sondern eine ständige Hürde im Betriebsablauf.

Vor vier Jahren setzte das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik in Gestalt seines Leiters Volker Heinz erstmals auf den praktischen Lösungsansatz, die qualifizierten Kräfte für diesen Arbeitsplatz anzuwerben, ehe sie der Region nach dem Abitur den Rücken kehren, um andernorts zu studieren und zu arbeiten. Das DIL trat an das Artland Gymnasium in Quakenbrück mit dem Vorschlag heran, jährlich einen Schüler durch das Mentorprogramm des DIL mit einem Stipendium zu unterstützen und gehörte damit zu den Ersten der nunmehr gut dreißig regionalen Kooperationspartner der Schule. Bedingung für die Förderung ist ein Studium, das in der Nahrungsmittelforschung und -industrie umgesetzt werden kann. Wie unterschiedlich das aussehen kann, zeigen die bislang vier Stipendiaten: Alexander Bobe, der als Erster 2011 an dem Mentorprogramm teilnahm, studiert Wirtschaftsingenieurwesen Lebensmittelproduktion in Osnabrück und hat seine Bachelorarbeit fast beendet.

Pia Oswald, Abi-Jahrgang 2012, studiert in Hannover Biologie und macht gerade ein Berufspraktikum mit einer Aufgabenstellung im Bereich der Forschung beim DIL.

Ein wenig abseits des Lebensmittelbezugs studiert der dritte der Stipendiaten. Daniel Stichlings Fach an der Technischen Universität München ist die Elektrotechnik, für das er unter Knut Franke, Leiter der Forschungsplattform Robotik des DIL, ein Ingenieurspraktikum absolviert.

Der Neuzugang in der Riege der Geförderten ist Nils Marquardt, der erst vor einem Monat sein Abitur bestanden hat, und bald sein Chemiestudium in Bielefeld beginnt.

Die praktische Begleitung des Studiums, die kompetente Beratung und Hilfe bei Problemen, erste Kontakte für ein Leben nach dem Studium und nicht zuletzt auch die finanzielle Unterstützung – für die ehemaligen AGQ-Schüler ist das Stipendium ein Erfolgsmodell, und auch Schulleiter Manfred Ernst und Volker Heinz, Direktor des DIL, sind mit den Ergebnissen von fast fünf Jahren der Zusammenarbeit sehr zufrieden.