Marode Wohnblöcke! Stadt Quakenbrück beginnt mit Abriss von fünf Häusern

17. Juni 2014
Ein Abbruchunternehmen hat mit dem Abriss der ersten beiden Häuser an der Artlandstraße in der Quakenbrücker Neustadt begonnen. Foto: Christian Geers

Ein Abbruchunternehmen hat mit dem Abriss der ersten beiden Häuser an der Artlandstraße in der Quakenbrücker Neustadt begonnen. Foto: Christian Geers

NOZ 13.10.2014 Quakenbrück. Im Auftrag der Stadt Quakenbrück hat eine Firma an der Artlandstraße mit dem Abriss von zwei von insgesamt fünf Häusern begonnen.
Die Wohnblöcke, die in den 1950er-Jahren gebaut wurden, befinden sich in städtischem Besitz. Der Stadtrat hatte im März einstimmig beschlossen, die Gebäude abzureißen. Eine eingehende Begutachtung von Experten hatte ergeben, dass eine Sanierung der Mehrfamilienhäuser unwirtschaftlich ist. Die Bausubstanz ist marode, und das Katasteramt Osnabrück hatte zuvor in einem Verkehrsgutachten festgestellt, dass die Häuser „keinen Substanzwert“ mehr besitzen.
Wie Heinz Korte, zuständiger Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, auf Anfrage des „Bersenbrücker Kreisblattes“ mitteilte, würden auch die anderen drei Häuser nach und nach abgerissen, sobald die laufenden Mietverträge endeten. Die Stadt ist den bisherigen Bewohnern bei der Suche nach neuen Wohnungen behilflich. Wie das Gelände nach dem Abriss der fünf Häuser genutzt werden wird, stehe bisher noch nicht im Detail fest. „Sicher ist nur, dass es hier keine zu massive Wohnbebauung wie in der Vergangenheit geben wird“, sagte Korte. Eine Auflage sei, dass sich die Neubauten in das Stadtbild einfügen müssten. Die Grundstücke lägen im Sanierungsgebiet Neustadt. Das bedeutet, dass die Ziele des 2005 verabschiedeten städtebaulichen Rahmenplans einzuhalten sind. Darin wird eine „städtebildverbessernde Baugestaltung“ gefordert.
Laut Beschluss des Rates wird die Stadt die Grundstücke nach dem Abriss verkaufen und dafür rund 300000 Euro verlangen. In diese Summe ist die Wertsteigerung durch Neubauten bereits eingerechnet.