Junge Leute in die Region holen! Studenten legen Tourismuskonzepte für das Artland vor!

17. Juni 2014
Zwei Studentengruppen der Hochschule Osnabrück stellten ihre Tourismuskonzepte im Quakenbrücker Rathaus vor. Foto: Benken

Zwei Studentengruppen der Hochschule Osnabrück stellten ihre Tourismuskonzepte im Quakenbrücker Rathaus vor. Foto: Benken

NOZ 17.06.2014 Quakenbrück. Bei Jugendlichen außerhalb des Artlandes ist diese Region wenig bekannt. Dies ist eines der Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das Studenten der Hochschule Osnabrück jetzt im Quakenbrücker Rathaus vorgestellt haben.
Im noch laufenden Sommersemester hatten zwei Studentengruppen der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften aus den Fachbereichen Betriebswirtschaft, Veranstaltungsmanagement und Marketing im Auftrag der Wirtschaftsagentur Artland jeweils ein Tourismuskonzept für das Artland entwickelt.
Die neuen Ideen fanden ihren Niederschlag in zwei umfangreichen Handbüchern und mehreren Flyern, die während der Präsentation der Konzepte im Quakenbrücker Rathaus den Ratsmitgliedern übergeben wurden.
Geprüft wurden von den Studenten mit mehr als vier Semestern Studienerfahrung touristische und kulturelle Angebote im Artland besonders für junge Menschen und Familien mit Kindern. Entwickelt wurden nach einer intensiven Bestandsanalyse Wochenend- und Wochenangebote für diese touristischen Zielgruppen.
Über die üblichen Werbe- und Vetriebswege hinaus unterbreiteten die Studenten ihre Vorschläge für neue Wege und Strategien in der Vermarktung touristischer Angebote.
Die erste Studentengruppe hatte ihre Vorschläge auf das „familienfreundliche Urlaubsgebiet Artland“ konzentriert. Neben Pauschalreisen mit einem breit gefächerten Programm für junge Familien mit Kindern schlugen die jungen Wirtschaftswissenschaftler auch eine „Stressmanagementwoche“ zum Preis von knapp 750 Euro im ruhigen Artland vor.
Wie die erste riet auch die zweite Studentengruppe, den hohen Bekanntheitsgrad des Basketballbundesligisten „Artland Dragons“ zu nutzen.
Die Kosten für ein dreitägiges Basketballcamp in Menslage kalkulierte die erste Gruppe mit 390 Euro (fünf Tage für 453 Euro) ein, die zweite Studentengruppe hatte die Idee eines „Dragon Camps“ in der Sporthalle Artland entwickelt.
Genutzt werden sollte auch das Aktivitätspotenzial der Kirchen. Gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen für Jugendliche könnten aufgrund bereits vorhandener Organisationsstrukturen leichter und kostengünstiger erfolgen.
Beide Studentengruppen unterstrichen, dass das Artland außerhalb unserer Region noch zu wenig bekannt sei. Die regionalen Attraktionen und der hohe Erholungswert in einer schönen Landschaft sollten noch stärker in die Öffentlichkeit gelangen.
Die Ratsmitglieder äußerten sich durchweg positiv über die „gekonnte“ Präsentation. Und sie lobten die vielen neuen Ideen und die „ganzheitlichen Konzepte“, die mit der kritischen Sicht von außen erstellt worden seien.
Sie stimmten zu, dass es zwar für das „best age“ eine Vielfalt von touristischen Angeboten gebe, die Jugendlichen und jungen Familien aber noch mehr in den Blickpunkt gestellt werden sollten.