Wichtiges touristisches Signal! Draisinenbahnhof Quakenbrück eröffnet!

5. April 2014
Los geht’s: Akteure und Gäste testeten die neue Strecke auf Spaßrädern und Draisinen. Foto: Alexandra Lüders

Los geht’s: Akteure und Gäste testeten die neue Strecke auf Spaßrädern und Draisinen. Foto: Alexandra Lüders

NOZ 03.04.2014 Quakenbrück.Bei strahlendem Sonnenschein und im Kreise vieler Akteure, Förderer und Gäste aus dem Artland haben die Stadt Quakenbrück und die Hasetal-Touristik den neuen Draisinenbahnhof (Zugang Ladestraße) am Hauptbahnhof feierlich eröffnet. Das 500 000 Euro-Projekt wurde dank des guten Wetters pünktlich fertiggestellt und mit einem symbolischen Wettrennen zwischen Draisinen und Spaßrädern in Betrieb genommen werden.
„Durch den Anschluss an das Netz der Nordwestbahn sind wir in eine neue Dimension eingestiegen und können zukünftig neue Quellgebiete erschließen. Ich danke Samtgemeindebürgermeister Scholz, der Verwaltung, den benachbarten Kommunen, allen Akteuren und Kooperationspartnern für dieses gelungene Gesamtwerk“, freute sich der Geschäftsführer der Hasetal-Touristik, Wilhelm Koormann, den Bürgermeister Claus Peter Poppe „Lokomotivführer“ nannte. Er sei der Motor dieser Gemeinschaftsarbeit zwischen Kommunen, Touristikern und Nordwestbahn gewesen. Die Kooperation mit dieser Bahn setze ein wichtiges touristisches Signal und lasse auf neue Impulse für die Stadt hoffen. Denn man werde neues Zielpublikum erschließen und einen neuen Blick auf Alt- und Neustadt gewinnen, so Poppe, der den beteiligten Firmen Jansen, Leppich, und Ingenieurbüro Westerhaus sowie Gerhard Kruthoff und Klaus Robken vom Bauamt der Samtgemeinde Artland für ihren professionellen Einsatz dankte. Wie Robken informierte, betrug die Bauzeit der neuen Anlage fünf Monate. In dieser Zeit wurden 1050 Meter gebrauchte Gleisanlagen neu verlegt, eine 1300 Meter lange Radweganlage gebaut, 60 Hainbuchen in Gruppen gepflanzt und ein 430 Meter langer Doppelstab-Matten-Zaun zum Schutz der Nordwestbahn gegen unbefugtes Betreten gesetzt. „Wir freuen uns sehr, dass der Draisinenbahnhof näher an unseren Bahnhof herangerückt ist und unsere Fantasie für die Zusammenarbeit noch stärker beflügelt“, verwies Wigand Maethner auf eine 14-jährige Kooperation mit der Hasetal-Touristik, in der Ausflügler an den Wochenenden die Züge gefüllt hätten. Inzwischen seien 263 459 Menschen pro Jahr mit der Nordwestbahn unterwegs, um auch in ihrer Freizeit an schöne Orte zu gelangen. Eine Million Gäste besuchten die Internetseite der Nordwestbahn und 1820 Ergebnisse würden bei Google unter dem Stichwort „Draisinenbahnhof Quakenbrück“ aufgerufen. Damit belege dieses Projekt bereits den dritten Platz nach Langeoog und dem Zoo Osnabrück, unterstrich Maethner Popularität und Nachfrage beider Anbieter, die bei der Bahnhofseröffnung erstmalig eine gemeinsame Pauschale präsentierten. Sie verspreche unter www.streifzuege-nordwestbahn.de ( oder Telefon 0541/ 600 22 33) ihren Kunden viel Spaß mit der historischen Draisinentechnik. Zukünftig will Maethner kräftig die Trommel rühren und auch Pauschalangebote mit Übernachtung im Hasetal planen.
„Wir freuen uns, dass die Nordwestbahn so ein Naherholungsziel wie Quakenbrück in ihre Streifzüge mit einbindet. Wilhelm Koormann hat lange und erfolgreich um die Finanzierung des Draisinenbahnhofs gekämpft. Mithilfe der Städtebauförderung ist es uns schließlich gelungen, dieses 500 000 Euro – Projekt an den Start zu bringen. Ich erwarte eine tolle Saison“, sagte Reinhard Scholz, bevor er zu einer Testfahrt auf der neuen Strecke einlud. Allen voran radelten Hubert Greten und Jürgen Schleid auf ihrer Nostalgie-Draisine, die sie vor zehn Jahren selbst gefertigt haben.