CDU will bis Jahresende Kandidaten benennen

25. September 2013
Wenn Reinhard Scholz neuer Bürgermeister der Stadt Melle werden sollte, dann wird ein neuer Chef der Artländer Samtgemeindeverwaltung im Quakenbrücker Rathaus gesucht. Foto: Christian Geers

Wenn Reinhard Scholz neuer Bürgermeister der Stadt Melle werden sollte, dann wird ein neuer Chef der Artländer Samtgemeindeverwaltung im Quakenbrücker Rathaus gesucht. Foto: Christian Geers

noz 25.09.2013 cg/ja/zm Quakenbrück. Die Nachricht, dass der Artländer Samtgemeindebürgermeister Reinhard Scholz (CDU) für das Amt des Rathauschefs in der Stadt Melle nominiert wurde, hat in den Reihen der CDU Freude, aber auch Bedauern ausgelöst. Die SPD reagierte überrascht.
Noch am Dienstag wollten sich die Ortsvorstände der CDU treffen, um eine Findungskommission für einen Artländer Bürgermeisterkandidaten zu bilden. Bis Jahresende soll dieser feststehen und vorgestellt werden.
„Die Meller haben mit Reinhard Scholz eine gute Wahl getroffen.“ Er habe das Artland in seiner Amtszeit vorangebracht und sei zudem ein wirtschaftsfreundlicher Bürgermeister. Das passe auch gut zu Melle, sagt Christian Calderone, CDU-Chef im Landkreis Osnabrück und Vorsitzender der CDU-Fraktion im Quakenbrücker Stadtrat. Für das Artland werde die CDU nun zum Ende des Jahres ebenfalls einen guten Kandidaten präsentieren, so Calderone.
Ähnlich formuliert es Matthias Brüggemann, der für die vier CDU-Verbände in der Samtgemeinde spricht: „Wir streben eine Lösung an, die gut für das Artland ist.“ Er bedauert den Weggang von Reinhard Scholz, mit dem man immer „sehr gut zusammengearbeitet“ habe. Seine Nominierung für das Bürgermeisteramt in Melle spreche für die gute Arbeit, die Scholz auch im Artland geleistet habe.
Mit Überraschung hat die SPD im Artland auf die Nominierung von Reinhard Scholz für das Bürgermeisteramt in der Stadt Melle reagiert. „Das ist für uns eine völlig neue Situation“, sagte Michael Szymanski, Vorsitzender des SPD-Verbandes Artland auf Anfrage des „Bersenbrücker Kreisblattes“. Seine Partei werde in Kürze zusammenkommen und darüber beraten. „Wir werden nichts übers Knie brechen und bei der Suche nach einem Kandidaten mit aller Sorgfalt vorgehen“, so Szymanski.
Er deutete an, dass die Sozialdemokraten mit einem eigenen Bewerber ins Rennen gehen würden. „Denn nun werden die Karten in der Samtgemeinde Artland neu gemischt.“ Die Situation sei nun eine andere, so der SPD-Chef, als wenn sich Reinhard Scholz erneut um den Chefposten im Quakenbrücker Rathaus beworben hätte.