Bürgerversammlung nach Ostern? Bahnhof Quakenbrück: Entscheidungen sollen zeitnah fallen

2. März 2013
Drei Investoren haben ihre Pläne für das Quakenbrücker Bahnhofsgebäude (hier ein Blick in die Bahnhofshalle) präsentiert. Nun will die Stadt eine Entscheidung treffen.Foto: Christian Geers/Archiv

Drei Investoren haben ihre Pläne für das Quakenbrücker Bahnhofsgebäude (hier ein Blick in die Bahnhofshalle) präsentiert. Nun will die Stadt eine Entscheidung treffen.Foto: Christian Geers/Archiv


noz 28.02.2013 Quakenbrück. Voraussichtlich nach den Osterferien will die Stadtverwaltung den Einwohnern die drei vorliegenden Konzepte für die Nachnutzung des Bahnhofsgebäudes vorstellen. Das hat Stadtdirektor Reinhard Scholz in der Sitzung des Stadtrates (wir berichteten) angekündigt. Dieser beschloss einstimmig, ein Bewertungsschema für die endgültige Entscheidung zugrunde zu legen.
Darin sind Kriterien festgelegt, die die Wünsche und Ansprüche der Stadt und ihrer Einwohner berücksichtigen. Es geht um die Perspektiven für die Bürger, für die Stadt und für das Gebäude sowie die wirtschaftlichen Aussichten. „Wir sind in einer Luxussituation“, befand Paul Gärtner (SPD) in der Sitzung. Drei Investoren hätten im interfraktionellen Arbeitskreis „glaubhaft versichert, in der Immobilie eine vernünftige Geschäftsidee realisieren zu können“. Nun komme es darauf an, vor einer politischen Entscheidung die Öffentlichkeit zu beteiligen. Andreas Henemann (Bündnis 90/Die Grünen) empfahl, im Bahnhof „keine unnötigen Nutzungen“ zuzulassen und auch die Nachbarn rund um das Gebäude vor einer Auswahl einzubeziehen. „Zukunftsträchtig, wirtschaftlich und immissionsarm“ für die Nachbarn müsse die Entscheidung sein, ergänzte Christian Calderone (CDU). Nachdem drei Interessenten ihre Ideen präsentiert hätten, müsse die Stadt „mit deutlichen Worten“ mögliche Nutzungen erläutern. „Das heißt, sie muss sagen, dass sich hinter der Formulierung ,gehobene Gastronomie‘ auch eine Diskothek verbergen kann.“ Stadtdirektor Scholz kündigte „zeitnahe Entscheidungen“ an, da auch die Investoren Klarheit wünschten, ob sie nun mit ihren unterbreiteten Vorschlägen zum Zuge kommen oder nicht. Noch im März, schlug er vor, sollten die Interessenten ihre Pläne dem Verwaltungsausschuss (VA) erläutern. Nach den Osterferien könnte es dann eine Bürgerversammlung geben. Wie berichtet, stellte ein Bewerber seine Pläne für eine „gehobene gastronomische Nutzung“ vor. Ein anderer Investor beabsichtigt, in dem Jugendstilgebäude Büro- und Verwaltungsräume einzurichten und sie zur Vermietung anzubieten. Ein dritter Interessent stellte dem Arbeitskreis ein Konzept für betreutes Wohnen vor.