Zwei Ideen bereits vorgestellt! Bahnhof Quakenbrück: Drei Offerten für neue Nutzung liegen auf dem Tisch

28. Dezember 2012
Zwei Interessenten präsentierten dem Artbeitskreis bereits ihre Pläne: Der eine plant eine „gehobene Gastronomie“ in dem Jugendstilgebäude, der andere möchte hier Büroflächen schaffen und diese vermieten. Foto: Christian Geers

Zwei Interessenten präsentierten dem Artbeitskreis bereits ihre Pläne: Der eine plant eine „gehobene Gastronomie“ in dem Jugendstilgebäude, der andere möchte hier Büroflächen schaffen und diese vermieten. Foto: Christian Geers

noz. 27.12.2012 Quakenbrück. Über mangelndes Interesse am Bahnhof kann sich die Stadt Quakenbrück als Eigentümerin zurzeit nicht beklagen: Zwei Ideen für eine neue Nutzung des Empfangsgebäudes aus dem Jahr 1910 liegen bereits auf dem Tisch, und ein dritter Interessent hat sich gemeldet, der in Kürze dem Arbeitskreis seine Pläne vorstellen möchte. Das teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage des „Bersenbrücker Kreisblattes“ mit.
Nach der Bewerbung des unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäudes im Immobilienteil der „Frankfurter Allgemeinen“ und der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sowie einer ausführlichen Beschreibung des Objektes auf der Internetseite der Samtgemeinde Artland stellte Anfang November ein Interessent seine Ideen für das Gebäude mit einer Fläche von 2300 Quadratmetern vor (wir berichteten). Im vom Stadtrat Mitte Juni einstimmig eingerichteten und mit Vertretern aller fünf Ratsfraktionen besetzten Arbeitskreis erläuterte er seine Vorstellung, den Bahnhof für eine „gehobene gastronomische Nutzung“ herzurichten. Eine Idee, die bei den Mitgliedern auf eine „sehr positive Resonanz“ gestoßen sei, berichtete Stadtdirektor Reinhard Scholz hinterher. Ein solches Angebot, so der Verwaltungschef in einer ersten Stellungnahme, schließe eine Lücke im gastronomischen Angebot der Stadt. Weiter sagte Scholz, die vorgestellte Nutzung könne dem Stellenwert des Gebäudes gerecht werden, sie könne dazu beitragen, dass der „Bahnhof im Bewusstsein der Bevölkerung bleibt“. Wie der Verwaltungschef im November anmerkte, gebe es noch zwei weitere Interessensbekundungen, die – wenn sie konkret würden – ebenfalls den Mitgliedern des Arbeitskreises vorgestellt würden. In einem Fall ist das vor wenigen Tagen geschehen. In einer nicht öffentlichen Sitzung im Rathaus präsentierte ein weiterer Interessent aus der Region seine Ideen für die Bahnhofsimmobilie. Diese unterscheiden sich deutlich vom ersten Vorschlag: Der potenzielle Investor möchte das Gebäude nach Angaben der Stadtverwaltung für Büroräume herrichten und diese anderen Dienstleistern zur Vermietung anbieten. Für Stadtdirektor Reinhard Scholz und die Mitglieder des Arbeitskreises ist das eine erfreuliche Angelegenheit, „einen zweiten Investor an der Hand zu haben, der Interesse am Bahnhofsgebäude zeigt“. Auf dem Tisch liegt nach Angaben der Stadtverwaltung eine weitere Offerte. Ein dritter Interessent wolle seine Vorschläge ebenfalls dem Arbeitskreis vorstellen, teilte Scholz mit.