Poggenhus: Zu wenig Besucher Familienzentrum in Quakenbrück schließt zum Jahresende

16. Juli 2012

NOZ 16.07.2012

Susanne Elsen (links) und Heike Stöver bereiten den Ausverkauf vor.Foto: Alexandra Lüders

Susanne Elsen (links) und Heike Stöver bereiten den Ausverkauf vor.Foto: Alexandra Lüders

Quakenbrück. Das Familienzentrum Poggenhus am Antoniort in Quakenbrück wird zum Jahresende geschlossen, weil der Besuch von Müttern und Kindern erheblich zurückgegangen ist. Bis dahin läuft der Betrieb weiter. Inventar und Second-Hand-Kleidung sollen verkauft werden.
„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Aber die Ganztagsbetreuung von Kindern in Krippen, Schulen und Kindergärten sowie die zunehmende Berufstätigkeit von Müttern haben viel verändert. Viele haben nicht mehr genug Zeit, um an unseren Angeboten teilzunehmen“, erklären die Leiterinnen Susanne Elsen und Heike Stöver.
Seit 1995 bot das Poggenhus Kleinkindbetreuung, Babysitterkartei, Second-Hand-Kinderkleidung, Beratung, Gruppe für Alleinerziehende, Englischkurse, Vernetzung und Ferienspaßaktionen an. Es gab seinen Besucherinnen Hilfe zur Selbsthilfe und erfüllte einen Bildungsauftrag. „Es war eine tolle Zeit. Wir haben viel Erfahrungen gemacht und konnten viel weitergeben. Wir wollen uns bei allen bedanken, die unsere Projekte unterstützt und uns jahrelang die Treue gehalten haben. Unser Dank gilt auch der Stadt, die über die ganzen Jahre die Miete getragen hat“, so Susanne Elsen und Heike Stöver. Nach der Schließung müssten sie sich umorientieren. Bis 23. Juli sollte die Second-Hand-Kleidung in Kommission abgeholt werden, weil dann der Ausverkauf beginne. Am 5. September um 9 Uhr finde die letzte Mitgliederversammlung statt.
Das Poggenhus hat montags und mittwochs von 8 bis 10 Uhr und 15.30 bis 17.30 Uhr, dienstags und donnerstags von 8 bis 10 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 10.30 Uhr geöffnet.