“Verschriftliche Quakenbrücker Geschichte erhalten!”

16. März 2012

Im Staatsarchiv Osnabrück informierten sich Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion und Vertreter des Stadtmuseums über den Fortgang der Restaurierung der Quakenbrücker Archivalien.

CDU-Fraktion besuchte Staatsarchiv in Osnabrück

Einen Blick in die Quakenbrücker Stadtgeschichte wagte die CDU-Stadtratsfraktion beim Besuch des Staatsarchives in Osnabrück. Hintergrund: der Rat der Stadt hatte die weitere Restaurierung des im Niedersächsischen Landesarchiv gelagerten Archivbestandes beschlossen.

Dieser beläuft sich zwischenzeitlich auf rund 80 Aktenmeter, wie Archivoberrätin Stephanie Haberer den kommunalen Politikern erläuterte. „Damit ist das Quakenbrücker Archiv das mit Abstand umfangreichste Kommunalarchiv aus dem Landkreis Osnabrück und nach dem Osnabrücker das bedeutendste Stadtarchiv des ehemaligen Fürstbistums.“ Darunter befinden sich 331 Urkunden aus der Zeit von 1353 bis 1765, über 5.000 Akten nebst Amtsbuchserien aus der Zeit von 1429 bis etwa 1980 sowie Karten. Nachhaltig geschädigt wurde das Archivgut nach den Worten Haberers durch eine unsachgemäße Lagerung während des Zweiten Weltkrieges in einem nassen Kellergewölbe. Schimmelbildung war die Folge. Und auch das 2010 dem Staatsarchiv übergebene Verwaltungsschriftgut, das von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die 1980 er Jahre reicht, wurde nicht sachgerecht gelagert und mussten vor der Abgabe in das Staatsarchiv zumindest oberflächlich gereinigt werden, so Haberer. Bei einem anschließenden Rundgang durch das Magazin überzeugten sich die Besucher aus der Burgmannstadt – auf Einladung der CDU-Stadtratsfraktion nahmen auch Vertreter des Stadtmuseums teil – über die konservatorisch guten Bedingungen in den Räumlichkeiten des Archives. Die Bestände sind allesamt in Findbüchern erschlossen, die auch im Internet veröffentlicht werden. Fraktionsvorsitzender Christian Calderone zeigte sich überzeugt, mit der weiteren Reinigung und Restaurierung des Stadtarchives trotz angespannter Haushaltslage als Rat einen richtigen Beschluss gefasst zu haben. „Der schriftlich verfasste Teil unserer reichen Stadtgeschichte muss erhalten bleiben!“ Auch die Abgabe jüngerer Akten bis in die 1980er Jahre sei ein richtiger Schritt, da die Lagerung im Osnabrücker Staatsarchiv ersichtlich unter besseren Bedingungen erfolge, als im Quakenbrücker Rathaus, und darüber hinaus das Archivgut nur im Staatsarchiv für interessierte Forscher bereitgestellt werden kann. „Mit den Urkunden, Akten und Karten stellt das Quakenbrücker Bestand einen echten stadtgeschichtlichen Schatz dar“, waren sich die Besucher einig.