Sommertour: CDU besichtigte ehemaliges Fahrradwerk von Kynast

6. August 2010

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Industriebrache verhindert, 66.000 Quadratmeter Hallenfläche neu genutzt: erfolgreich gestaltet sich aus Sicht der CDU-Quakenbrück die Nachnutzung der ehemaligen Fahrradproduktion der insolventen Kynast-AG. Eigentümer Georg Dobelmann führte die christdemokratische Delegation um den Stadtverbandsvorsitzenden Christian Calderone und den Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen im Rahmen der CDU-Sommertour über das Betriebsgelände.

 Erfolgreiche Nachnutzung: Georg Dobelmann (4. von rechts) führte die christdemokratische Delegation über das Betriebsgelände.

Dabei erfuhren die Besucher, dass auch aktuell wieder Fahrräder am Standort montiert werden: auf 11.000 Quadratmetern baut die Firma Derby-Cycle mit 100 Mitarbeitern jährlich rund 100.000 und lagert bis zu 25.000 Fahrräder. Zum Vergleich: bei Kynast liefen zuletzt noch rund 40.000 Räder vom Band.

Als weiterer Nutzer der 600 Meter langen Industriehalle füllt mit der Firma L.I.T. ein europaweit tätiger Logistiker 22.000 Quadratmeter. Täglich werden in Quakenbrück bis zu 2.000 Getränkepaletten durch die 28 Beschäftigten umgeschlagen und konfektioniert. Und die superlativen Zahlen gehen weiter: denn schließlich lagert Dobelmann für seine Posten- und Expo-Börsen weitere 28.000 Paletten auf den restlichen 33.000 Quadratmetern. Dafür musste jedoch zunächst der überflutete Keller trocken gelegt und eine neue Rampe zur unterirdischen Lagerfläche gebaut werden.

Nicht nur die CDU zeigte sich überzeugt von der neuen Nutzung und betonte durch den Vorsitzenden Christian Calderone: „Alle kommunalen Bemühungen um strukturelle Verbesserungen im Stadtteil über das Sanierungsprogramm Soziale Stadt wären konterkariert worden, wäre auf dem Gelände der Kynast-AG eine Industriebrache von einer Größe von über 15 Fußballfeldern entstanden.“ Auch Georg Dobelmann bewertet die Standortentscheidung positiv – und denkt aktuell über weitere Investitionen nach. Dafür möchte Dobelmann das leer stehende frühere „Pförtnerhäuschen“ abreißen und eine weitere, rund 5.000 Quadratmeter große Fläche aus der Insolvenzmasse erwerben.

Und auch ein weiteres Thema wurde angesprochen: die LKW-Belastung der Merschstraße. In diesem Zusammenhang äußerten Besucher wie Eigentümer Verständnis für die Nachfragen der Anlieger. Allerdings ist aktuell die Zuwegung über die Merschstraße die einzige Anfahrtsmöglichkeit auf das Firmengelände über öffentliche Flächen. „Auch weiterhin liegt der CDU daran, die Belastungen der Anlieger so gering wie möglich zu halten.“ In diesem Zusammenhang begrüßten die Christdemokraten, dass Dobelmann auf dem Firmengelände Hinweisschilder errichtet hat, die die LKW-Fahrer auf das angrenzende Wohngebiet hinweisen und auffordern, unnötigen Lärm zu vermeiden. Dabei betonte die CDU aber auch, dass eine Industriebrache das Wohnumfeld deutlich negativer beeinflusst hätte, beispielsweise durch Vandalismus.