Energiemix soll Wirtschaftsstandort Artland attraktiver machen

13. November 2009

.

Dem Thema „Bioenergiepark Artland“ widmete sich der CDU-Stadtverband Quakenbrück auf seinen „Quakenbrücker Stadtgesprächen“. Bioenergiepark-Geschäftsführer Dr. Dieter Schillingmann betonte dabei, dass es bei dem durch das Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt nicht um „grüne Träumerei“, sondern um konkrete ökonomische und ökologische Vorteile für den Wirtschaftsstandort gehe.

14 Unternehmen haben sich unter dem Dach des Bioenergiepark zusammengefunden. Sie wollen die Region Quakenbrück mittelfristig von fossilen Brennstoffen unabhängig machen: Projektziel sei es, in einem vernetzten Konzept verstärkt regenerative Energien zu produzieren. „Parallel arbeiten wir daran, regenerativ erzeugte Energien in Kavernen speicherbar zu machen“, so Schillingmann. Dies sei – auch auf internationaler Ebene – einmalig.

Schillingmann erhofft sich durch diese Maßnahmen nicht nur eine CO2-sparende, dezentrale Energieerzeugung, sondern auch einen konkreten Standortvorteil: „Mit dem Konzept sollen innovative Unternehmen gestärkt und Arbeitsplätze geschaffen werden.“ Außerdem würden Energiepreise für die hiesigen Unternehmen dauerhaft niedrig gehalten werden können.

CDU-Vorsitzender Christian Calderone hob das gerade für zukünftige Generationen wichtige Ziel der CO2-Reduktion hervor. „Dies spricht im Übrigen für einen großen Energiemix aus CO2-neutralen Produktionsformen.“ Gleichzeitig gebe es jedoch auch bei der Energieerzeugung durch nachwachsende Rohstoffe im Konkreten immer wieder Interessenkonflikte. Dies habe die Diskussion über die Ansiedlung von Biogasanlagen in Quakenbrück gezeigt. Hier gelte es auch weiterhin als kommunale Politik Vor- und Nachteile abzuwägen, jedoch gleichzeitig die rechtlichen Rahmenbedingungen, die im Grundsatz noch aus Zeiten der rot-grünen Bundesregierung stammten, zur Kenntnis zu nehmen.