„Europa ist ein Europa der Regionen!“

13. August 2009

Die erste aller grenzübergreifenden Europaregionen ist die EUREGIO. Dem 1958 gegründeten deutsch-niederländischen Zusammenschluss gehören heute 130 Städte, Gemeinden und (Land-) Kreise mit 3,4 Millionen Einwohnern an. Dies erfuhren die Teilnehmer der „Quakenbrücker Stadtgespräche“ des CDU-Stadtverbandes von Harald Krebs, Geschäftsführer der EUREGIO  mit Sitz in Gronau.

Aktuell gibt es über 100 Europaregionen unterschiedlicher Rechtsform, die der EUREGIO nachgefolgt sind. „Die EUREGIO ist wichtig, weil es nach wie vor zahlreiche Barrieren zwischen den Mitgliedsstaaten der EU gibt.“ Denn die EUREGIO befasst sich mit ganz konkreten Problemen der Bürgerinnen und Bürger, beispielsweise mit der Anerkennung von Schul- und Ausbildungsabschlüssen oder der Vereinheitlichung der Technik bei grenzübergreifenden Einsätzen von Feuerwehr und Rettungswesen. „Unterschiedliche Bildungssysteme, Verwaltungsstrukturen und Gesetzgebungen behindern Zusammenarbeit und Mobilität.“

Durch die Unterstützung grenzüberschreitender Projekte und Netzwerke wolle die EUREGIO dauerhaften Austausch und nachhaltige Strukturen schaffen sowie Synergieeffekte nutzen. „Eine Grenzregion wandelt sich zu einer europäischen Binnenregion!“ Dies ist nach den Worten Krebs ein wichtiger Beitrag zum Prozess der europäischen Einigung.

Die einzelnen Mitgliedskommunen werden durch die Gremien der EUREGIO, die Mitgliederversammlung und den Rat als politisches Organ, repräsentiert. Als Vertreter des Landkreises Osnabrück ist auch der Quakenbrücker Bürgermeister Wolfgang Becker Mitglied in Mitgliederversammlung und Rat.

Der Quakenbrücker CDU-Vorsitzende Christian Calderone betonte, dass „Europa nicht zuletzt auch ein Europa der Regionen ist“. Europa sei damit nicht das Europa zentralistischer Strukturen, sondern wirke positiv auch in die Kommunen hinein. Für Quakenbrück seien Beispiele die Förderung der Stadtsanierungsprojekte „Stadtumbau West“ für die Bahnbrache sowie „Soziale Stadt“ für Teile der Quakenbrücker Neustadt, die auch über EU-Förderprogramme finanziert werden. Tourismus werde ebenso durch die EU gefördert, wie die mittelständische Wirtschaft über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.