„2. Anliegergespräch Integration“ brachte Bürger zusammen – Caritas-Projekt gesichert

20. Mai 2009

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Wie beim ersten Termin vor Jahresfrist kamen die Anlieger der westlichen Quakenbrücker Neustadt zahlreich: zum zweiten Mal hatte die CDU zum Anliegergespräch eingeladen, um gemeinsam Möglichkeiten einer vertieften Integrationsarbeit zu erörtern und die bisherigen Maßnahmen zu betrachten.

Gemeinsam Tore schießen: die Teilnehmer des Anliegergespräches aus Nachbarschaft, Caritas und CDU wollen die Herausforderungen rund um die belastete Nachbarschaft in der westlichen Neustadt zusammen angehen.

Gemeinsam Tore schießen: die Teilnehmer des Anliegergespräches aus Nachbarschaft, Caritas und CDU wollen die Herausforderungen rund um die belastete Nachbarschaft in der westlichen Neustadt zusammen angehen.

Dabei wurde deutlich: eine positive Entwicklung ist erkennbar, gleichwohl noch viele Probleme zu meistern sind. Carina Heering, Galina Krieger und Nahid Aslany stellten die Arbeit der Caritas vor: danach startete die Caritas im Dezember 2007 ein Projekt, das die Schwierigkeiten zwischen den Nachbarschaften thematisiert und bei der Lösung hilft. Nahid Aslany bezog in der Tilsiter Straße ein Büro, ging von Tür zu Tür und holte alle Gruppen für erste Gespräche an einen Tisch. In regelmäßigen Treffen entwickelten sich Kontakte zwischen den Einheimischen und den Migranten. Mittlerweile feierte die Gruppe sogar gemeinsame Feste und unterstützt die Stadt Quakenbrück bei der Einrichtung eines Kinderspielplatzes. Neben diesem Treffen unter dem Titel „Hallo Nachbar!“ fand durch die Caritas auch aufsuchende soziale Beratung und ein Frauengesprächskreis statt.

Über die Arbeit der Caritas hinausgehend verwies CDU-Vorsitzender Christian Calderone auf die im Auftrag des Stadtrates erfolgte Erstellung eines „Handlungskonzeptes Integration“, welches auf der nächsten Stadtratssitzung verabschiedet werde. Aktuell soll mit dem neuen Projekt „Familienbesucherinnen“ Migrantenfamilien der Weg in die Bildungs- und soziale Landschaft erleichtert werden. Auch dem örtlichen Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen und der Integrationsbeauftragten des Landes Niedersachsen, Honey Deihimi, seien die Herausforderungen in der Integrationsarbeit in Quakenbrück bekannt, beide hätten weitere Unterstützung zugesagt. „Und über das Programm „Stärken vor Ort“ sind auch die sozialen Komponenten der Sozialen Stadt gesichert.“ 150.000 Euro stünden so 2009 für Integrationsmaßnahmen bereit.

Vor diesem Hintergrund bezeichnete Calderone die Fortführung des Caritas-Projektes als gesichert: „Es ist sinnvoll der Caritas Zeit zur Entfaltung ihrer guten Projektideen zu geben.“ Neben der konsequenten Einbindung der Familien mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft gelte es nach den Worten des CDU-Vorsitzenden aber auch ordnungspolitisch Konsequenz bei der Unterbindung von Vermüllung, Lärmbelästigung und Schulschwänzen zu zeigen. Hier sei ein „Gleichschritt sozial- und ordnungspolitischer Maßnahmen“ verstärkt erforderlich.