Sanierung des Quakenbrücker Bahnhofes nimmt Konturen an

28. Februar 2009

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Über die eigenen Grenzen hinaus blickte die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt Quakenbrück bei ihrer Begehung des Bahnhofs: die Ratsmitglieder luden Vertreter der künftig im Bahnhof untergebrachten Einrichtungen aus dem kulturellen Bereich zu einer gemeinsamen Begehung des Gebäudes ein.

In diesem Jahr geht es los: Kulturschaffende und die CDU/FDP-Stadtratsgruppe besichtigten gemeinsam das Bahnhofsgebäude in Quakenbrück.

In diesem Jahr geht es los: Kulturschaffende und die CDU/FDP-Stadtratsgruppe besichtigten gemeinsam das Bahnhofsgebäude in Quakenbrück.

Die Teilnehmer aus Kultur und Politik konnten sich dabei einen Eindruck von dem im Innern völlig maroden Gebäude machen. Katastrophal präsentiert sich vor allem der nördliche Gebäudeflügel, der sich nach diversen nicht vollendeten Umbauten quasi im Rohbauzustand befindet. Feuchte Wände und Keller, zerstörte Fenster, holzwurmbefallenes Gebälk, durchlöcherte Böden, Wände und Decken, eine veraltete Elektrik und nicht vorhandene Heizung – der Investitionsbedarf in das Bahnhofsgebäude ist riesig.

Angesichts dieser Bilder begründete CDU/FDP-Gruppensprecher Christian Calderone noch einmal die Strategie von CDU und FDP in dieser Frage: „CDU und FDP wollten zunächst ein Nutzungskonzept und einen überschlägigen Finanzplan für dieses millionenschwere Projekt, bevor ein Kauf durch die Kommune realisiert werden konnte. Überstürzt kaufen und erst anschließend ein Konzept für Nutzung und Finanzierung zu erstellen wäre unseriös – und hätten den städtischen Haushalt vor die Wand gefahren.“ Erst durch die Aufnahme in das Programm Stadtumbau West – Bund, Land und Stadt tragen hier die Investitionskosten zu gleichen Teilen – sei ein kommunales Engagement möglich geworden, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Lampe.

Positiv bewerteten CDU und FDP die neue Nutzung als Kulturbahnhof: „Der neue  Bahnhof mit viel Kultur unter einem Dach wird spannend sein.“ Inmitten der Stadt werde in einer attraktiven Immobilie ein „neuer Leuchtturm“ für die Region geschaffen. Im Zeitplan befindet sich aktuell der Wettbewerb zur Umnutzung des Gebäudes: Ende März soll die Vorschläge der zehn beteiligten Architekturbüros zur planerischen Realisierung der neuen kulturellen Nutzung vorgestellt werden. Räume für Theaterwerkstatt, Kreismusikschule, Volkshochschule, Bücherei und Reisezentrum gilt es in dem stadtbildprägenden Gebäude zu integrieren. In einer Preisgerichtssitzung sollen dann die besten Ergebnisse des Wettbewerbes prämiert werden, so Calderone. „Selbstverständlich ist anschließend eine Einbindung der neuen Nutzer und der Öffentlichkeit, bevor der Stadtrat grünes Licht für die Baumaßnahme geben kann.“ Noch in diesem Jahr sollen nach dem Willen von CDU und FDP die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen am Quakenbrücker Bahnhof beginnen.