Fonds für die Sanierung des Quakenbrücker Bahnhofes

19. Juni 2008

 

Mit der Einrichtung eines „Fonds Quakenbrücker Bahnhof“ wollen CDU und FDP im Rat der Stadt Quakenbrück Kauf und Sanierung des stadtbildprägenden Bahnhofes der Burgmannstadt finanzieren. Über einen entsprechenden Antrag an den Rat der Stadt berichteten die Fraktionsvorsitzenden der Mehrheitsgruppe, Christian Calderone für die CDU und Martin Lampe für die FDP.

CDU und FDP hatten sich nach der Aufnahme der 12 Hektar großen Bahnbrache in das Sanierungsprogramm „Stadtumbau West“ für einen Ankauf, eine Sanierung und eine Nutzung historischen Gebäudes durch die Stadt Quakenbrück ausgesprochen. Über das Sanierungsprogramm werden zwei Drittel der Kosten für Maßnahmen im Sanierungsgebiet durch das Land und den Bund getragen, die Kommune muss das verbleibende Drittel gegenfinanzieren. „Nur durch die Aufnahme in dieses Stadtumbauprogramm ist der ehrgeizige und gleichsam wichtige Ankauf des Bahnhofes durch die Kommune finanziell darstellbar“, so CDU und FDP.

Um zumindest für das Bahnhofsgebäude die durch die Kommune aufzubringenden Kosten ohne zusätzliche Haushaltsbelastung zu gewährleisten, beabsichtigt die Mehrheitsgruppe den Fonds aus verschiedenen Quellen zu speisen: Aufgefüllt werden soll der Fonds durch Erlöse beim Verkauf städtischer Immobilien. „Dadurch verfrühstücken wir die Verkaufserlöse nicht im allgemeinen Haushalt, sondern reinvestieren in neues Immobilieneigentum der Stadt“, so Calderone und Lampe. Außerdem werde die Verwaltung beauftragt, Zuschüsse übergeordneter Gebietskörperschaften, öffentlicher Einrichtungen und Stiftungen für den Fonds zu akquirieren.

Und schließlich werben die Fraktionen von CDU und FDP auch bei Privaten – Unternehmen, Stiftungen und Bürgern – um Beiträge für diesen „Fonds Quakenbrücker Bahnhof“. Mit einer geplanten künftigen Bahnhofsnutzung vor allem im kulturellen Bereich von der Kreismusikschule und der Theaterwerkstatt bis zur Bücherei und dem Museumsarchiv stehe Bürgernähe und Gemeinnützigkeit neben dem Erhalt des prägenden Baukörpers im Vordergrund der Sanierung. „Der Bahnhof wird der Bürgerschaft durch die geplanten Nutzungen zurück gegeben, wir hoffen dabei auf inhaltliche Unterstützung – und ein wenig auch auf Mäzenatentum!“