Integration bleibt Herausforderung – CDU und FDP wollen Thema vertiefen

8. Juni 2008

Ein lokales Integrationskonzept soll nach Ansicht der Stadtratsfraktionen von CDU und FDP für die Stadt Quakenbrück erstellt werden. Damit kommt die Mehrheitsgruppe im Rat der Stadt den Hinweisen der Anwohner des Königsberger Platzes und der angrenzenden Straße nach, die auf die nicht immer konfliktfreie nachbarschaftliche Situation in Teilen der Stadt aufmerksam machten.

Die Fraktionsvorsitzenden von FDP und CDU, Martin Lampe und Christian Calderone, betonen in einer Pressemitteilung zum Thema, dass das Zusammenleben der über 60 verschiedenen Nationalitäten in der Burgmannstadt im Grundsatz in einem guten Miteinander stattfinde. Dennoch gebe es einzelne integrative Herausforderungen, vor denen Politik nicht die Augen verschließen dürfe. „Deswegen widmen sich CDU und FDP ganz offensiv diesem schwierigen Thema mit einem lokalen Integrationskonzept.“

Projektpartner soll die Einrichtung „Ziviler Friedensdienst“ sein. Die Verbindung zu dem Berliner Büro war durch den Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen und die Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen, Honey Deihimi, hergestellt worden. „Dieses Konzept darf nicht für die Schublade sein!“ Vielmehr erhoffen sich CDU und FDP, dass durch die bewusste Sicht von außen neue Impulse für das Zusammenleben verschiedener Nationalitäten und Kulturen in der Kommune entstehen. „Erstellt werden soll ein konkretes Handlungskonzept mir konkreten Schritten und konkreten Projektvorschlägen“, so Lampe und Calderone. Das Konzept sei Teil eines langen Prozesses und soll aktuelle Projekte, wie die Arbeit der Caritas, flankieren.

Und bereits aktuell haben CDU und FDP die Verwaltung gebeten, Vorschläge für eine bauliche Veränderung der Mietbebauung an der Tilsiter Straße zu unterbreiten. Auch weiterhin müsse außerdem das Gespräch über eine Verhinderung von Vermüllung und Lärmbelästigung gesucht werden.