”Wohnen, arbeiten, erholen!“

16. April 2008

Quo vadis Quakenbrücker Bahnhof? Diesem Thema widmeten sich die letzten Quakenbrücker Stadtgespräche. Auf Einladung des CDU-Stadtverbandes stellten Wilhelm Pörtner und Norbert Reimann das im Auftrag der Stadt erstellte vorläufige städtebauliche Handlungskonzept vor.

Danach sind für die 11 Hektar große Fläche zwischen der Quakenbrücker Alt- und Neustadt Wohn-, Gewerbe- und Grünflächen geplant. „Im östlichen, zur Altstadt ausgerichteten Bereich sollen Bahnhofsgebäude saniert und genutzt, sowie der Bahnhofsplatz neu gestaltet werden.“ Im Westen der Bahnbrache liege der Entwicklungsschwerpunkt auf der Schaffung einer neuen Querungsmöglichkeit zwischen den Stadtteilen. Durch einen großzügigen Grüngürtel soll das „Stadtentree“ außerdem attraktiver gestaltet werden. Mit dem Projekt „Wohnen an der Bahn“ solle Mehrgenerationenwohnen in der geographischen Mitte entstehen. Und schließlich sollen Flächen für den Dienstleistungsbereich die bestehenden Serviceunternehmen ergänzen. „Dies alles ist nicht in wenigen Jahren zu realisieren“, warnten Pörtner und Reimann vor überstürzten Erwartungen. Die Referenten rechneten vielmehr mit einer Projektdauer von mehr als einem Jahrzehnt.

Von zwei Handlungsschwerpunkten aus Sicht der CDU sprach dessen Vorsitzender Christian Calderone: So stünde eine Reaktivierung des Bahnhofsgebäudes ganz oben auf der Agenda, direkt neben neuen Verbindungen zwischen Alt- und Neustadt. Aus der Versammlung wurde in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit neuer Verkehrswege nicht nur für Fußgänger und Radfahrer, sondern auch für Kraftfahrzeuge betont.

Bei einer Begehung des Geländes mit dem Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen sah Bürgermeister Wolfgang Becker (CDU) einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung Quakenbrücks durch die Aufnahme in den „Stadtumbau West“ verwirklicht. “In den nächsten zehn Jahren wird sich die alte Industriebrache inmitten Quakenbrücks kräftig erneuern!“ Und Stadtdirektor Reinhard Scholz (CDU) sprach von einer neuen geographischen Mitte, die gute Entwicklungschancen durch die enge Anbindung an die Schiene biete.