Medizinische Versorgung kommt aus Quakenbrück

12. September 2007

Mit der Arbeit der ortsansässigen Sanitätsmaterialkompanie beschäftigten sich die “Quakenbrücker Stadtgespräche” des CDU-Stadtverbandes. Oberstabsapotheker Jens Müller zeigte dabei neben dem inländischen Auftrag mit Bildern aus Afghanistan auch die weltweite Tätigkeit auf.

Der Kompaniechef wies auf die zunehmende Bedeutung des Standortes Quakenbrück hin: So soll in der Artlandkaserne in den nächsten Monaten das größte Versorgungs- und Instandsetzungszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr entstehen, was auch bauliche Vergrößerungen einschließt. “Über diese logistische Drehscheibe wird dann sämtliches Sanitätsmaterial für die Flotte und für die Soldaten in weiten Teilen Norddeutschlands bestellt, gelagert und ausgeliefert.” Von jetzt 135 Soldaten in der Sollstärke wird der Standort dann nochmals auf 156 wachsen.

Auch bereits zum aktuellen Auftrag gehört der Einsatz im Rahmen des Internationalen Kampfes gegen den Terrorismus “Enduring Freedom” am Horn von Afrika und die ISAF-Mission in Afghanistan. Über die sanitätsdienstliche Arbeit in diesen nordafghanischen Stützpunkten in Mazar-i-Sharif und Kunduz berichtete Müller aus einem eigenen Aufenthalt im Jahr 2004. Wichtig sei der Bundeswehr neben dem Medizindienst für die Soldaten auch die Versorgung der Zivilbevölkerung: “Über die humanitäre Bedeutung solcher Leistungen hinaus wird so vor Ort auch ein Stück Vertrauen die Bundeswehr geschaffen.”

Zuvor hatte CDU-Vorsitzender Christian Calderone das gute Verhältnis zwischen Bundeswehr und Stadt Quakenbrück betont. “Die Präsenz in der Fläche und der Austausch mit der örtlichen Gemeinschaft ist ein Beitrag zur Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft!” Politisches Ziel sei es, mit den begrenzten kommunalen Möglichkeiten die Quakenbrücker Liegenschaft zu sichern. Dass aus dem Artland weltweite medizinische Hilfe auch humanitärer Art organisiert werde, sei eine gute Botschaft.