„Der Standort Artland wird positiver bewertet als noch vor zwei Jahren!“

5. Mai 2005

„Der Standort Artland wird von den Unternehmern positiver bewertet als noch vor zwei Jahren!“ Zu diesem Fazit kam der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland, Hans-Jürgen Falkenstein, bei der Vorstellung der neuesten Umfrage zur Standortzufriedenheit der Unternehmen.
Aus der Befragung von 8.000 IHK-Mitgliedsbetriebe in der Region ist ein subjektives Meinungsbild entstanden, welches mit objektiven Daten ergänzt wurde. Danach gelte grundsätzlich trotz der Notwendigkeit des Strukturwandels auch für das Artland: „Die Region ist eine Erfolgsregion.“ Die Unternehmer betrachten die „vielfältigen Ansätze im Bereich der Wirtschaftsförderung im Artland“ als gute Impulse für die lokale Wirtschaft. Die Standortkosten in der Samtgemeinde wurden ebenso positiv bewertet, wie die „weichen“ Standortfaktoren, beispielsweise im Bereich des Wohnens und der Freizeitangebote. Als nicht uneingeschränkt vorteilhaft, aber unproblematisch bezeichnete Falkenstein die Entfernung der Artländer Gewerbeflächen zur Autobahn „Das Artland darf die mit unter 16 Kilometern kurze Distanz zur A 1 stärker in den Vordergrund rücken.“ Im Vergleich zur letzten IHK-Umfrage in Sachen Standortzufriedenheit konstatierte der IHK-Hauptgeschäftsführer einen Stimmungsumschwung: „Die Artländer Wirtschaft bewertet die Unternehmerfreundlichkeit des Standortes durchschnittlich besser als noch vor Zwei-Jahresfrist!“
Nach den Worten von Klaus-Peter Schulz war die Standortqualität im Artland gut – und sie ist es nach wie vor. „Den Standort zeichnet ein gutes Netzwerk von Wirtschaft, Behörden und Banken aus, ebenso wie eine gute Verkehrsinfrastruktur trotz kommunaler Randlage.“ Es gelte weiterhin in Bildung und Weiterbildung zu investieren. Schließlich sei die Belegschaft das Kapital der Unternehmen, so der ehemalige Geschäftsführer der Kemper GmbH Nortrup. Gefordert sei bundesweit mehr Flexibilität unter den Tarifparteien und ein schnelleres Handeln in Sachen Steuerpolitik sowie Bürokratieabbau. Deutlich positiv äußerte sich Schulz zur Samtgemeindeverwaltung vor Ort: „Diese ist geprägt durch eine wirtschaftsnahe Arbeit und eine gute politische Vertretung.“
CDU-Vorsitzender Christian Calderone verwies auf Gewerbesteuer, Verfügbarkeit von Gewerbeflächen und den Schuldenstand – mithin drei Indikatoren, die vor Ort direkt zu beeinflussen sind: „In allen drei Größen ist die Samtgemeinde im Vergleich zu den Mittelzentren der Region positiv platziert.“ Danach habe das Artland die niedrigsten Hebesätze, den niedrigsten kommunalen Schuldenstand und eine gutes Gewerbeflächenangebot. Ferner seien bei der Beratung von Existenzgründern, der Fremdenverkehrsförderung und nicht zuletzt durch die Gründung des Dienstleistungszentrums DART wichtige Weichenstellungen in Richtung einer wirtschaftsfreundlichen Kommune unternommen worden.