Stadtgespräche der CDU befassten sich mit Innerer Sicherheit und Prävention

10. November 2003

Prognose für das Jahr 2003: Weniger Straftaten im Artland
Stadtgespräche der CDU befassten sich mit Innerer Sicherheit und Prävention

Quakenbrück
Einen leichten Anstieg der Kriminalität verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr im Vergleich zu den Vorjahren im Bereich des Kommissariates Quakenbrück. Dieses führte Michael Maßmann, Leiter der Polizeiinspektion Osnabrück-Land, im Rahmen der „Stadtgespräche“ der CDU Quakenbrück zum Thema „Innere Sicher-heit“ aus.
Allerdings zeige der Trend für das laufende Jahr 2003 dem entgegen einen Rückgang der der Polizei gemeldeten Straftaten auf. Unverändert hoch liege jedoch die Zahl der Dieb-stahlsdelikte in der Samtgemeinde. Sorgen bereitet Maßmann auch der kontinuierliche Anstieg der Körperverletzungsdelikte. „Im niedersächsischen Vergleich nimmt der Land-kreis Osnabrück, bedingt durch den starken Einwohnerzuzug der vergangenen Jahre, bei den Häufigkeitszahlen einen hinteren Rang ein.“ Dieser Parameter kennzeichnet die Straf-taten pro einhundert Einwohner und weist für das Artland eine Zahl von rund 11 Straftaten aus.
MdL Reinhold Coenen führte in durch die neue Landesregierung in Angriff genommenen politischen Maßnahmen im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung ein. So sollen bis 2007 eintausend zusätzliche Polizisten in Dienst gestellt werden. Dadurch erhofft sich der direkt gewählte Abgeordnete auch eine Verbesserung der Polizeidichte im Altkreis. Derzeit kommt auf rund 1000 Einwohner ein Polizist, im Landesdurchschnitt teilen sich 456 Nie-dersachsen einen Gesetzeshüter. „Darüber hinaus findet Anfang nächsten Jahres eine umfassende Polizeireform statt,“ so Coenen, der auch Vorsitzender des Landesinnenaus-schusses ist. Schließlich habe die Regierungskoalition aus CDU und FDP mit der Ände-rung des Gefahrenabwehr- und Unterbringungsgesetzes zwei gesetzgeberische Maß-nahmen auf den Weg gebracht, die der Polizei mehr Rechtssicherheit geben, sowie zu-sätzliche Eingriffsmöglichkeiten bei einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung eröffnen.
„Der Schutz der Bürger vor Kriminalität ist eine der Kernaufgaben des Staates,“ führte zu-vor Moderator Christian Calderone aus. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU Qua-kenbrück bezeichnete die Innere Sicherheit dabei nicht nur als ein Politikfeld auf Bundes- oder Landesebene. Durch kommunale Präventionsräte könnten auch die Gemeinden und die Bürgerschaft nachhaltig tätig werden. Quakenbrück und das Artland seien deswegen mit der Gründung eines Präventionsrates auf dem richtigen Weg, um beispielsweise Van-dalismus, Schmierereien, der Verwahrlosung von Straßen und Plätzen, aber auch dem Drogenkonsum vorzubeugen.