„Wir lassen InVia nicht im Sticht“

22. September 2003

„Wir lassen InVia nicht im Sticht“
CDU-Samtgemeindefraktion und –Stadtvorstand besuchten Mädchentreff

Quakenbrück
Arbeitsschwerpunkt von InVia ist es, Mädchen im Alter zwischen 10 bis 18 Jahren zu begleiten und in ihrer Persönlichkeit zu stabilisieren. Dieses erfuhren die Mitglieder der CDU-Samtgemeindefraktion und des Quakenbrücker CDU-Vorstandes im Rahmen einer Besichtigung des Mädchentreffs.
Wie Martina Uhlenkamp vor den Kommunalpolitikern weiter ausführte, sei neben dem Mädchentreff an der Deichstraße in Quakenbrück auch die Schulsozialarbeit ein Handlungsfeld des Fachverbandes der Caritas. „Es ist gelungen, Mädchen unterschiedlichen Alters, verschiedener Schulformen, verschiedener Nationalität und verschiedener gesellschaftlicher Schichten in den Mädchentreff einzubinden!“ Wie die Sozialpädagogin und Familientherapeutin anhand umfangreicher Statistiken verdeutlichte, besuchen zur Zeit Mädchen aller Schulen bis hin zur Hasetalschule und zum Paul-Moor-Bildungszentrum die Einrichtung. Ohne das Schlagwort der Integration ständig auf den Lippen zu tragen, werde im Treff das Zusammenleben von Mädchen aus Deutschland, Russland, dem Iran oder der Türkei gelebt. Nur 46 Prozent der Mädchen kommen aus Familien mit beiden Elternteilen, 44 Prozent wachsen alleinerziehend auf, 10 Prozent der Besucherinnen gänzlich ohne Eltern.
Neben den laufenden Angeboten, welches ein Mittagessen, Bewerbungstraining, Beratung in Problemlagen, PC-Kurse, eine Mädchenrockband, die Kreativwerkstatt und die in Zusammenarbeit mit dem Jugendgemeinschaftswerk der Caritas stattfindende Hausaufgabenhilfe umfasse, entschieden die Mädchen in der monatlichen Mädchenkonferenz über befristete Projektangebote. Seit zwei Jahren habe der Verein jedoch mit finanziellen Problemen bei der Finanzierung der Personalkosten zu kämpfen.
„Wir lassen InVia nicht im Stich,“ versicherte Hubert Schwertmann. Angesichts der allgemein schwierigen Lage der öffentlichen Haushalte konnte der CDU-Samtgemeindefraktionsvorsitzende jedoch keine konkreten Zusagen über den bereits jetzt gezahlten Miet- und Nebenkostenzuschuss machen. Nach den Worten von Ratsmitglied Christian Calderone komme es darauf an, zumindest einen Teil der Personalkosten aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren, um dem Verein so eine bessere Ausgangslage bei der Antragsstellung an Stiftungen und Projektförderer zu verschaffen. Marlene Magnus und Horst Kramer bewerteten die soziale Arbeit von InVia positiv. Es sei wichtig, eine neutrale Anlaufstelle nur für Mädchen in der Samtgemeinde zu besitzen, so die Vorsitzende der Frauen-Union, Renate Tamm.