CDU stellte in „Stadtgesprächen“ Konzept zur Schulstrukturreform vor

8. September 2003

Schwertmann: „Tragfähiges Konzept für die Zukunft entwickelt“
CDU stellte in „Stadtgesprächen“ Konzept zur Schulstrukturreform vor

Quakenbrück
Das am 25. Juni diesen Jahres verabschiedete neue niedersächsische Schulgesetz führt auch zu strukturellen Veränderungen in der Samtgemeinde. Grund genug für die CDU-Quakenbrück die „neue Schullandschaft für das Artland“ zum Thema der „Stadtgespräche“ zu machen. Damit trafen die Christdemokraten augenscheinlich das öffentliche Interesse: Zahlreiche Eltern und Lehrer folgten der Einladung.
Von den „einschneidendsten Neuerungen im Bereich der Schulorganisation seit 30 Jahren“ sprach Referent Hubert Schwertmann. Mit dem neuen Gesetzeswerk habe das Land die einzelnen weiterführenden Schulformen gestärkt. Alle Schulen hätten nunmehr die Möglichkeit zur Profilierung. Die CDU im Samtgemeinderat sehe sich in der Pflicht, den Willen des Gesetzgebers auf lokaler Ebene umzusetzen, so der Fraktionsvorsitzende.
Nach den Vorstellungen der christlichen Demokraten sollen demnach die Hauptschule (HS) in Badbergen und die HS Quakenbrück unter der Bezeichnung HS Artland in Quakenbrück zusammengelegt werden. Die zukünftig etwa 700 Schüler umfassende Realschule (RS) Artland erhält in den Räumen der heutigen HS Badbergen eine Außenstelle, deren genaue Ausgestaltung sie eigenverantwortlich regelt. Aufgrund der hohen Schülerzahlen der RS ist außerdem ein Gebäudetausch zwischen RS und HS im Quakenbrücker Schulzentrum nach wie vor in der Diskussion. Zur Verbesserung der sozialen Situation in der Burgmannstadt strebe die CDU die Errichtung eines zentralen Ganztagsangebotes an, welches vermutlich an der HS angesiedelt werde. „Mit diesem Konzept erhält die Samtgemeinde in Zukunft drei starke Schulen.“
Zuvor bewertete Moderator Christian Calderone die Abkehr von der bildungspolitischen Gleichmacherei als positiv: „Es geht nicht um Chancengleichheit, weil jedem Menschen unterschiedliche Talente verliehen wurden, es geht um Chancengerechtigkeit in dem Sinne, dass jeder seine Fähigkeiten ausbauen kann und gemäß seiner Veranlagungen gefördert wird“. Deshalb sei die klare Betonung der Dreigliedrigkeit positiv zu bewerten.
Nach den Worten von Samtgemeindebürgermeister Reinhard Scholz (CDU) gehe es nicht darum, Benachteiligungen festzuschreiben, sondern ehrlich und nüchtern die landesgesetzlichen Vorgaben und statistischen Prognosen in eine Struktur zu bringen. Angesprochen auf die Aufteilung der RS in zwei Standorte entgegnete Rektor Heinz Stallkamp, dass die RS trotz der zwei Standorte durchaus die Möglichkeit sehe, profilierte pädagogische Arbeit zu leisten.