„Wohnortnahe Beschulung und Stärkung der Dreigliedrigkeit“

15. Juli 2003

“CDU/FDP-Gruppe tagte im Stift Börstel – Vorschläge erarbeitet”

Quakenbrück (cc) In der Samtgemeinde Artland wird die Schulstruktur als Folge der neuen Landesgesetzgebung im Bildungsbereich neu geordnet. Ein Konzept zu dieser Neuordnung erarbeiteten jetzt die Fraktionen von CDU und FDP im Artländer Samtgemeinderat auf einer gemeinsamen Klausurtagung im Stift Börstel
Die Samtgemeinde Artland ist Träger der Grundschulen, Hauptschulen sowie der Realschule im Gemeindegebiet. Bei ihren Überlegungen ließen sich die Kommunalpolitiker von zwei klaren Vorgaben leiten, wie die Fraktionsvorsitzenden der beiden Koalitionspartner, Hubert Schwertmann (CDU) und Franz Diekel (FDP), gegenüber unserer Zeitung erklärten. Ziele seien der Erhalt der wohnortnahen Beschulung im Bereich der Grundschulen an den jetzigen Standorten in jeder Gemeinde und die Umsetzung der schulischen Dreigliedrigkeit in der Samtgemeinde. Dieses bedeute insbesondere eine Trennung von Haupt- und Realschule, da beide Schulformen nur in Eigenständigkeit ausreichend Möglichkeit zur Profilierung haben. Daneben gelte es den Wegfall der Orientierungsstufen in der kommunalen Schulstruktur zu berücksichtigen. „Das neue Niedersächsische Schulgesetz gewährleistet eine leistungsorientierte und begabungsgerechte unterrichtliche Versorgung der Schülerinnen und Schüler.“ Damit ergibt sich aus Sicht von CDU und FDP folgendes Gefüge: Die Hauptschulen (HS) in Badbergen und Quakenbrück werden unter der Bezeichnung „Hauptschule Artland“ in Quakenbrück zentral zusammengelegt. Eine weiterhin getrennte HS in Badbergen, die schon heute nur einzügig geführt wird, ist nach Auffassung der CDU/FDP auf Dauer nicht lebensfähig. Für die Realschule Artland werden in Zukunft antizyklisch deutlich steigende Schülerzahlen erwartet. Aus diesem Grund wird in den Räumen der heutigen HS Badbergen eine Außenstelle für die Realschüler errichtet. Denkbar sei darüber hinaus auch ein Tausch der Gebäude von jetziger HS und RS in Quakenbrück, da das HS-Gebäude deutlich größer als das der RS sei. Im Bereich des Gymnasiums – Träger ist hier der Landkreis Osnabrück – fordern CDU und FDP Vorraussetzungen zu schaffen dass auch die Jahrgänge fünf und sechs im derzeitigen Gebäude in Quakenbrück beschult werden können.
„Aufgrund Schülerzusammensetzung und zur Verbesserung des Profiles der Hauptschule hält die Koalition die Errichtung eines zentralen freiwilligen Ganztagsangebotes an der Hauptschule Artland für geboten,“ machte Diekel deutlich. Mit der Konzeption habe CDU und FDP eine Schulstruktur vorgelegt, die auch bei tendenziell stagnierenden oder gar rückläufigen Schülerzahlen langfristig tragfähig sei, ergänzte Schwertmann. Ihre Vorschläge wollen CDU und FDP nach der Sommerpause in einem breiten öffentlichen Diskurs mit den Schulleitern der Artländer Schulen, den Eltern, Schülern und allen politischen Gruppe erörtern.