CDU-Stadtratsfraktion informierte sich in Hameln

5. Juni 2003

Den Themen Einzelhandelsförderung, Tourismusmarketing und Innenstadtentwicklung widmete sich die CDU im Rahmen einer Informationsfahrt nach Hameln.

Fragen der Wirtschaftsförderung und des Hallenmanagements diskutiert

CDU-Stadtratsfraktion informierte sich in Hameln

Quakenbrück (cc)
Fragen der Tourismusförderung und der Vermarktung von Multifunktionshallen standen im Mittelpunkt eines Informationsbesuches, der CDU-FDP-Gruppe im Quakenbrücker Stadtrat in die südniedersächsische Stadt Hameln führte. Dort wurden den Ratsmitgliedern vom Fremdenverkehrsbüro hilfreiche Einblicke in diesen Themenkreis gewährt.

Mit seinen rund 60.000 Einwohnern ist das besichtigte Zentrum des Weserberglandes zwar ungleich größer als Quakenbrück oder das Artland, gleichwohl lassen sich Parallelen zur Situation rund um die Burgmannstadt ziehen. Während die Stadt ihren Reichtum bis zu den Reformationskriegen als verkehrsgünstiger Handelsplatz an der Weser erwirtschaftete, sei in den letzten Jahren der Tourismus als sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Rattenfängerstadt etabliert worden, so Harald Wanger. „Über die weltweit bekannte Rattenfängersage der Gebrüder Grimm hat es das Tourismusbüro verstanden, die Stadt Hameln am Markt der Städte und Regionen von den Mitbewerbern abzusetzen und als fremdenverkehrliches Ziel zu vermarkten,“ verdeutlichte der Geschäftsführer der Hameln Marketing und Tourismus GmbH. Wichtig sei dabei, mehr anzubieten als lediglich eine historische Altstadt, wie die Kommunalpolitiker in einer Begehung der Hamelner Innenstadt erfuhren. Über ein Aktionsprogramm mit Schifffahrten auf der Oberweser, Radwanderungen, Ausflugspaketen zum Kloster Corway oder zur Porzellanmanufaktur Fürstenberg biete die Stadt vielmehr Freizeit- und Erholungsangebote für eine breite Zielgruppe.
Die Besichtigungsfahrt führte die Christdemokraten und Liberalen auch in die Rattenfängerhalle. Diese vor rund 15 Jahren gebaute Schulsporthalle mit multifunktionalen Komponenten wird auch für Verbandstagungen, kulturelle und sportliche Veranstaltungen genutzt. Dabei übernimmt ein Hallenwirt generell die Bewirtung aller Veranstaltungen. Insofern diente die Rattenfängerhalle der CDU-FDP-Gruppe als Anschauungsobjekt, wie die Vermarktung einer Multifunktionshalle – eine solche steht mit der Artland-Arena schließlich seit kurzem auch in der Burgmannstadt – organisiert werden kann. In der Rattenfängerstadt werden Tourismusförderung, Hallenvermarktung und Hotelvermittlung aus einer Hand geliefert. Dadurch könnten Synergieeffekte erzielt und für die Kunden umgesetzt werden. „Wir können Tagungsgästen gleich ein Hotelzimmer reservieren und die Freizeit gestalten.“
Hameln stelle sich als guter Referenzstandort dar. „Wir haben einiges gelernt und werden die Ergebnisse in die politische Arbeit vor Ort einfließen lassen,“ waren sich die Kommunalpolitiker von CDU und FDP sicher. Auch wenn Hameln mit seinen allein 3 Millionen Tagesgästen natürlich keine Vergleichsgröße für die Verhältnisse in der Samtgemeinde sei, läge in Quakenbrück und dem Artland ein touristisches Potential, welches Entwicklungschancen für die wirtschafts- und strukturschwache Region biete. Das Engagement der letzten Jahren in diese Richtung gelte es fortzusetzen. Über ein nachhaltiges Hallenmanagement könnte zudem quantitativen Defiziten in der Dienstleistungsbranche entgegengewirkt und die Region positiv nach außen dargestellt werden. Im Artland sind vergleichsweise wenig Beschäftigte im Dienstleistungsbereich tätig, vergleichsweise viele jedoch im produzierenden Gewerbe.