Theaterwerkstatt hat sich in Quakenbrück und dem Artland etabliert

13. Februar 2003

“CDU-Fraktion besichtigte Vereinsdomizil in der Bahnhofstraße”

Quakenbrück (cc) Zuversicht im Hinblick auf einen Politikwechsel durch die bevorstehenden Niedersächsischen Landtagswahlen und eine eher zurückhaltende Stimmungslage vor dem Hintergrund des schrumpfenden kommunalen Finanzspielraumes kennzeichneten den Neujahrsempfang der CDU-Quakenbrück am vergangenen Freitag. Wolfgang Becker rief in seiner Neujahrsrede dazu auf, die mannigfaltigen politischen Herausforderungen mit Optimismus und Flexibilität anzugehen.
Christian Calderone (CDU) betonte, dass sich die Theaterwerkstatt weit über das kulturelle Leben hinaus engagiere. So arbeite der Verein mit großem Engagement im Arbeitskreis für die offene Jugendarbeit in der Samtgemeinde mit. „Die von Politik und Verwaltung angestrebte Vernetzung von Vereinen und Verbänden in der offenen Jugendarbeit, betreibt die Theaterwerkstatt seit langem mit ihren zahlreichen Kooperationspartnern,“ so der Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Kultur und Sport der Samtgemeinde. Einen Einblick in diese Kooperationsprojekte gab Heidi Vollprecht von der Theaterwerkstatt: Man habe in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem InVia-Mädchentreff, dem Artland-Gymnasium, mit Quakenbrücker Grundschulen, der Hasetalschule, dem QuIZ und dem Verein für Jugendhilfe zusammengearbeitet. Aktiv betreibe der 1988 gegründete Verein kulturpädagogische Nachwuchsarbeit in Form einer Kinder- und Jugendtheatergruppe. „Auf 15 bis 20 ehrenamtliche Aktive kann die Theaterwerkstatt bei Eigenproduktionen regelmäßig zurückgreifen,“ so Vollprecht. Dabei leiste dieses Ensemble in Eigenarbeit alles, was für eine solche Produktion nötig sei, über die Gestaltung des Bühnenbildes und der Plakate, bis zu der Kostümierung, der Regie, der Inszenierung, der Technik und des eigentlichen Schauspieles. Ein zunehmend bedeutendes Standbein seien die Gastspiele, mit Kabarett-, Chanson- und Leseabenden, Kleinkunst sowie Kinoaufführungen, die in dem bis zu 100 Zuschauer fassenden Veranstaltungsraum der Theaterwerkstatt an der Bahnhofstraße stattfinden.
Durch die „Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur“ sei dem Verein in den vergangenen drei Jahren eine hauptamtliche Kraft zur „Qualifizierung der ländlichen Kulturarbeit“ finanziert worden. Dadurch konnten Gewaltpräventions-, Integrations- und Videoprojekte gestartet werden. Die nach dem schrittweisen Auslaufen dieser Finanzierung entstandene finanzielle Lücke wolle die Theaterwerkstatt durch Auftragsarbeiten schließen, so sei im vergangenen Jahr im Auftrag der Stadt ein Video „Soziale Brennpunkte in der Quakenbrücker Neustadt“ erstellt worden. Mit der 45minütigen Produktion sei auf Landesebene für die Aufnahme in das Sanierungskonzept „Soziale Stadt“ geworben worden.