Baugebiet Tiefer Weg

Nachdem im Oktober die öffentliche Auslegung und Behördenbeteiligung vom Bebauungsplan und vom Flächennutzungsplan besprochen wurde, geht es nun das für das Baugebiet „Tiefer Weg“ in Venne auf die Zielgeraden.
Zur Erinnerung: Der ursprüngliche Gedanke für dieses Baugebiet war es dringend benötigten aber auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Nach dem nun beschlossenen Plan sind 26 Baugrundstücke mit einer Grundflächenzahl von 0,4 möglich plus die 2 von der CDU-Fraktion gewünschten Mehrfamilienhäusern mit der Grundflächenzahl von 0,8.
Dieser Gedanke nach bezahlbaren Grundstücken wollten wir von unserer Fraktion nicht mit Auflagen wie den Zwang von Photovoltaikanlagen oder Gründächern oder ähnlichem konterkarieren. Zudem sind wir sicher, dass die neuen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer schon von sich aus für diese Maßnahmen sensibilisiert sind.
Weiterhin gilt, dass auf das Anlegen von Schottergärten verzichtet werden muss. Des Weiteren werden Zaunhöhenobergrenzen zum Nachbarn (2m) und zur Straße (0,80m) vorgeschrieben.

Uns freut sehr, dass die beiden Mehrfamilienhäuser mit je 4 Wohneinheitenverwirklicht werden können. Dazu sollte man bedenken, dass dadurch Flächen eingespart und östlich der Straße Am Mühlenbach optimal ausgenutzt werden können. Dies hat einen Anteil zur Verringerung des Flächenverbrauches und ein Beitrag zum Klimaschutz. Gut ist hierbei auch die Anbindung über vorhanden Straßen. Ein weiterer erheblicher Beitrag zum Klimaschutz wird die Möglichkeit sein, die Häuser über ein kleines, lokales CO2 neutrales Nahwärmenetz versorgen zu können. Bleibt zu hoffen, dass viele Bauherren sich für einen Anschluss entscheiden.
Das Regenrückhaltebecken, dass eine Breite von 15,5 m haben wird grenzt das Baugebiet gut ab. Es wird zur nördlichen Baugrenze ein 3 m Streifen mit einem Pflanzgebot belegt.

Man merkt, dass die umfangreiche Vogel- und Fledermausschutzgutachten einen immer höheren Stellenwert bekommen. Sie ergeben, dass für den Star im Vorfeld der Baumaßnahmen Ersatznistkästen aufgehangen werden müssen. Es wurden zwar mehrere Fledermäuse gesichtet oder per Detektor nachgewiesen aber das Gutachten besagt auch, dass weder ganze Jagdgebiete noch Fortpflanzungs- oder Ruhestätte zerstört werden, so dass sich bei einer Umsetzung der aktuellen Planung keine Verbotsbestände nach §44 (1) Nr. 1-3 BNatSchG ergeben.

Insgesamt müssen durch die Neuversiegelung ein Defizit von 25288 Werteinheiten über die „Dümmervereinbarung“ kompensiert werden. Hier möchte die CDU-Fraktion zum wiederholten Male anregen, die vom Unterhaltungsverband Ober Hunte durchgeführten und geplanten Maßnahmen in Rahmen einer Ortsratssitzung vorstellen zu lassen.

Uns freut, dass die von uns geforderten umfangreichen Schallschutzgutachten ergeben haben, dass weder die Häuser einen passiven Schallschutz benötigen noch eine Einschränkung der in der Nähe befindlichen Vereine zu befürchten ist.
Die Erschließung könnte schon in diesem Jahr erfolgen, so dass die ersten Gebäude Anfang 2022 entstehen könnten.

Rene Kuhlmann, CDU Fraktion Gemeinderat Ostercappeln