WiLLi-Bus und ÖPNV

Die CDU Ostercappeln begrüßt die Umsetzung des ZOB Ostercappeln. Mit dem ZOB macht die Gemeinde einen großen Schritt in die Zukunft des ÖPNVs.

WiLLi-Bus und ÖPNV

Das Krankenhaus Ostercappeln, als eine der wesentlichen Einrichtungen des Wittlager Landes, kann über den ZOB in Zukunft aus allen Gemeinden umsteigefrei erreicht werden. Der Bahnhof Bohmte ist dann ebenfalls aus der Ortschaft Ostercappeln direkt zu erreichen. Die Anbindung eines echten Knotenpunkts ermöglicht völlig neue Perspektiven für den ÖPNV im Wittlager Land, ein Halbstundentakt als Anbindung an die Stadt Osnabrück könnte mit dem ZOB absehbar erreicht werden. Wir sind davon überzeugt, dass die Linienführungen in den nächsten Jahren auf den Knotenpunkt optimal zugeschnitten und sukzessive ergänzt werden.

Und anders als andere immer wieder behaupten:

Die Einrichtung und Erstellung des zentralen Mobilitätspunktes wurde über Jahre, umfangreich mit allen zuständigen Verkehrsträgern und Experten geprüft und in voller Übereinstimmung vorgeschlagen.

Die Ortschaft Ostercappeln wird eine weitere Aufwertung durch diesen Knotenpunkt erfahren. Mit dieser Einrichtung wird der Umstieg vom Rad auf den Bus und auch von dem Auto auf den Bus möglich. Für beide Verkehrsmittel sind Abstellbereiche vorgesehen.

Neben zusätzlichen Ladestation für E-Fahrzeuge soll auch ein Car Sharing System vorgehalten werden.

Die Zukunft wird uns aktuell mit dem Hubbie in Bad Essen vorgeführt, diese neuen Verkehrskonzepte basieren auf zentralen Einrichtungen wie wir sie in Ostercappeln schaffen werden.

Diese Konzeption ist von den führenden Verkehrsexperten der Region, allen voran Dr. Stephan Rolfes, ausdrücklich gelobt und als wegweisendes Konzept bezeichnet worden.

Die gewünschte zentrale Ortslage und die ausdrücklich wichtige Nähe zum Krankenhaus bestätigen zwangsläufig die Standortwahl. Alternative Flächen stehen nicht zur Verfügung. Den Verlust einer Grünfläche nehmen wir mit Bedauern in Kauf, auch uns fällt es nicht leicht einen vorhandenen Baumbestand zu verlieren. Eine Verkehrswende zu fordern um Klimazielen und dem Umweltschutz gerecht zu werden erfordert leider manchmal schwierige Entscheidungen.

Vom ZOB wird es eine barrierefreie Anbindung an die Fußwege des Krankenhauses geben. Inklusion muss man ermöglichen und nicht nur immer wieder öffentlichkeitswirksam propagieren. Zur Vollständigkeit die Klarstellung das es in dem Bereich des geplanten Wegeverlaufs kein offenes Fließgewässer gibt! Es macht immer Sinn sich mit den örtlichen Gegebenheiten auseinanderzusetzen.

Der immer wieder aufgeworfene Anschluss an den Schienenverkehr ist kein Grund auf weitere Jahrzehnte Stillstand im ÖPNV. Einfache Lösungen gibt es bei der Bahn nicht. Dies wurde auch dem Ortsrat Bohmte in einer Sitzung, in der es um die Entwicklung des Bahnhofs Bohmte ging, deutlich vor Augen geführt. Allein die Umsetzung des Bahnhalts Vehrte dauert mittlerweile fast 20 Jahre.

Um nicht falsch verstanden zu werden, der Ausbau des Bahnangebots ist zu begrüßen, wird aber nicht alleinig die Anbindung von Flächengemeinden wie Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln mit den Ortschaften Venne und Schwagstorf lösen. Das ist nur mit Bussen möglich, wenn man das Konzept zu Ende denkt und nicht “systematisch unterbewerten” würde.

Die Kosten belaufen sich nach aktuellen Schätzungen auf 1,15 Mio €. Im Einzelnen

850.647,00 € Straßenbau, 44.509,00 € Fußweg Krankenhaus, 55.202,00 € B+R Anlage, 98.229,00 € P+R Anlage. Dazu kommen Planungskosten in Höhe von ca. 100.000,00 €.

Und ein Erbpachtzins auf 99 Jahre von 13.680,00 €/a

Die Maßnahme ist mit hohen Fördermitteln belegt, für die wesentlichen Investitionen mit 75

% durch die LNVG. Weitere Fördermittel u.a. von der PlaNOS und Mittel aus der Dorferneuerung könnten den Gemeindeanteil weiter reduzieren.

Es ist aus Sicht der CDU Ostercappeln nicht zu verantworten, diese verkehrspolitischen wichtigen Entwicklungen durch weiteres Lavieren zu verzögern.

CDU Ostercappeln

Erik Ballmeyer