Wer so viel wenden will, muss aufpassen am Ende nicht rückwärtsgewandt zu sein.
Zunächst einmal Gratulation den Grünen für Ihren Erfolg bei den Wahlen. Und man sollte dankbar sein, dass der grüne Finger in schwarz-rote Wunden gelegt wird. Dadurch werden die Innovationen der Regierungspartei CDU erst so richtig in Bewegung gebracht.

Wo sich Störche niederlassen ist die Natur in Ordnung

Mehr als erschreckend ist in diesem Zusammenhang, dass sich Heerscharen von jugendlichen Wählern mit oftmals höheren Schulabschlüssen hinter demagogisch getränkten „Bloggern“ und „You Tubern“ versammeln, die zwar medial exzellent aufbereitete Wahrheiten, aber leider auch viele Halbwahrheiten und Fake News in schon fast hasserfüllter Form verbreiten.

Angesichts vieler junggrüner Wähler mit rosaroter Brille und Ihren von den Bloggern verpassten ideologischen Scheuklappen, sollten wir aber vielerlei Widersprüche grüner Tagträumereien im Blick behalten. Zu nennen sind hier insbesondere:

  • Diesel verteufeln, aber höhere CO2 Immissionen in Kauf nehmen.
  • Elektrische Mobilität fordern, aber ressourcenfressende Akkus mit schlechten CO2 Bilanzen akzeptieren.
  • Lebensmittelverschwendung kritisieren, aber “behinderte” (scheinbar nicht transportfähige) Schlachttiere müssen vor dem Hintergrund gut gemeinter Tierschutzvorstellungen getötet und in den „Müll“ geworfen werden.
  • Nachhaltige Energieproduktion fordern, aber gleichzeitig notwendige Stromtrassen und Windkraftstandorte verhindern oder blockieren.
  • Landwirtschaftliche Familienbetriebe wünschen, aber durch Auflagen eben diese aus dem Markt drängen.
  • Hafenprojekte zum Verlagern von Straßentransporten zugunsten der Binnenschifffahrt verhindern oder blockieren, aber gleichzeitig LKW von den Straßen und aus den Ortschaften verbannen wollen.

Wer sicher angesichts solcher geballter Perspektivlosigkeit grüne Landräte erträumt und irgendwelchen halbstarken You Tubern hinterherhechelt, dem ist nicht zu helfen! Wo ist der Intellekt geblieben, die verschiedenen Nachrichtenkanäle der „neuen“ Medien kritisch zu hinterfragen? Woher kommt so viel Wut, die sicher eine der Ursachen für das breite Mitläuferverhalten ist? Solches Wählerverhalten ist nicht weniger hilflos, als den Demagogen am rechten Rand in die Hände zu laufen und gefährdet unser aller Wohlstand.
Und bezüglich der Innovationsfähigkeit im dekadent-grünen Luxusumfeld sei gesagt, dass es vornehmlich nur um Verhinderungen und nicht um wirkliche Innnovationen geht.
Zum Beispiel Bezüglich der Verwertung überschüssiger Energien aus nachhaltigen Quellen wäre neben diversen „Power-to-Gas Projekten“ eine Innovation, die Stromüberproduktionen aus PV Anlagen und Windkraft durch die einzig sinnvolle Energieverwertungskette: Wasserstoff – vorhandene Tankstellennetze – entwickelte Brennstoffzellentechnik, besser zu nutzen, als einfach verpuffen zu lassen. Themen, die sich nur im Konsens mit einer politisch unterstützten gesunden Wirtschaft umsetzen lassen.
Doch dafür ist wichtig, eine breite Bevölkerungsmehrheit hinter sich zu bringen. In Anspielung der Gratulation nach der Wahl eingangs dieses Textes sei gesagt: Die breiteste Mehrheit findet sich noch immer hinter dem Rücken der CDU, die zugegeben zusammen mit den passenden grünen Finger in einer Wunde zu hoher Innovationskraft fähig ist. Länder wie Baden-Württemberg und Hessen sind da gute Beispiele. Aber die Innovationskraft sollte nicht durch ideologische Scheuklappen und Widersprüchlichkeiten verhindert werden.

Harald Driehaus, Vorsitz CDU Ostercappeln