Jens Gieseke zu Gast in der Samtgemeinde Neuenkirchen

22. Juni 2015

Jens Gieseke zu Gast in der Samtgemeinde Neuenkirchen

gieseke

Wie gut – oder an manchen Stellen eben auch noch gar nicht so gut – die Samtgemeinde Neuenkirchen mit der Europäischen Union vernetzt ist, besprachen Vertreter der Kommune, der Wirtschaft und der Fraktionen mit EU-Parlamentarier Jens Gieseke. Thema war unter anderem die schlechte Anbindung an das Breitbandnetz.

„Als ländliche Gemeinde beobachten wir mit Sorge, dass die Fördermittel der EU zunehmend dem urbanen Raum zu Gute kommen“, unterrichtete Schwertmann-Nicolay dem aus Lathen im Emsland stammenden Mitglied des Europäischen Parlaments. Vor allem das Geld für die Sanierung der Wirtschaftswege sei „komplett weggebrochen“. Das drängendste Problem in der Samtgemeinde stelle allerdings der unzureichende Anschluss an das Breitband-Netz dar. „Wenn wir als ländlicher Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig bleiben und weiter wachsen wollen, müssen wir auch den Betrieben im Außenbereich eine leistungsstarke, zuverlässige und schnelle Verbindung zum Internet bieten“, betonte die Samtgemeindebürgermeisterin und forderte: „Hier erwarten wir Landes-, Bundes- und EU-Unterstützung.“

„Wer in Brüssel gute Politik machen will, braucht die Rückkopplung zur Basis“, befand Jens Gieseke und versprach, Günther Oettinger als zuständigen EU-Kommissar für Digitalwirtschaft über das Problem zu unterrichten und den Neuenkirchenern das Ergebnis mitzuteilen. „Ich nehme das als Hausaufgabe mit nach Brüssel.“

Beim Besuch des Voltlager Busunternehmens „Hülsmann Reisen“ informierte Karl Hülsmann den EU-Parlamentarier über die Schwierigkeiten, die sich aus den Gesetzes-Auflagen für die Arbeits- und Ruhezeiten für Reisebusfahrer ergeben und den Unternehmen und Mitarbeitern derzeit das Leben schwer machten. Jens Gieseke nahm auch diese Hausaufgabe mit und sagte zu, den Kontakt zu Markus Pieper herzustellen, der im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr sitzt.

Letzte Station war die Molkerei Paul Mertens: Hier verarbeiten Michael Mertens und sein Team nicht nur rund 440000 Liter Milch pro Tag, schwerpunktmäßig für die Bäckerindustrie, sondern entwickeln zudem auch eigenständig allerlei Ideen, was sich aus dem Rohstoff Milch nebenbei an nützlichen Produkten herstellen lässt. Beeindruckt vom Innovationspotenzial des kleinen Familienbetriebs nahm sich Jens Gieseke vor, sich in Brüssel auf die Suche nach Partnern für die erfinderische Molkerei aus der Samtgemeinde zu begeben.