Grünkohlessen 2014

7. Juni 2014

grünkohl Grünkohlessen 2014

Grünkohlzeit, auch in Merzen. Denn dort fand am vergangenen Freitag das traditionelle Kohlessen des CDU Samtgemeindeverbands statt. Wie gewohnt eröffnete und moderierte der Vorsitzende, Bernward Abing die gut besuchte Veranstaltung. Er freute sich den Ehrengast Generalvikar des Bistums Osnabrück Theo Paul begrüßen zu dürfen, der im Anschluss über das Verhältnis von Kirche und Staat referierte. Zuvor hieß Abing die Bürgermeister Bernhard Egbert aus Voltlage und Christoph Lührmann aus Neuenkirchen sowie die designierte Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann Nicolay und Pfarrer Stephan Höne außerdem Gerd Borcherding, Laurentius Stuckenberg und Margareta Hartong der CDU-Bramsche herzlich willkommen. In seiner Überleitung zur Tischrede des Generalvikars, stellte Abing die Frage ob es richtig sein könne, dass die Kirche in der Gesellschaft zunehmend nur noch als Dienstleister gesehen wird, den man nutzt wenn man ihn gerade braucht – und nicht mehr.   Theo Paul suchte die Ursache während seiner Tischrede dafür nicht nur bei den Menschen. Er stellte fest, dass es sowohl in der Politik als auch in der Kirche Baustellen gäbe, an denen gearbeitet werden müsse. Eine weitere Gemeinsamkeit sei, dass sowohl in der Politik, als auch in der Kirche Personen an den Pranger gestellt würden. Er lobte die offene Herangehensweise des Papstes und verlas verschiedene Zitate. So gäbe es in der Wirtschaft große Verwerfungen. Die ungleiche Verteilung der Ressourcen gefährde den Frieden. Er zitierte u.a. aus dem apostolischen Schreiben des Papstes, in dem dieser die Tricle-down-Theorie (allmähliches Partizipieren der Armen vom Wirtschaftswachstum und Wohlstand der Reichen) in Frage stellt. Eine verschmutzte und verbeulte Kirche, jedoch ehrlich und Menschen-nah, sei besser als eine saubere, jedoch nur auf sich bezogene. „Es ist gut, den Geruch der Schafe anzunehmen“, zitierte Paul weiter und sprach vom „Stallgeruch“, der zeige das man mitten unter der Herde ist. Diesen Vergleich nutzte Pfarrer Höne, um dem Generalvikar ein entsprechendes Geschenk zu machen (siehe Foto). Der anhaltende Beifall bestätigte, dass die Rede des Generalvikars angekommen war. Von Kirche und Politik wechselte das Thema zurück zum Kohl. Bernward Abing verabschiedete die scheidende Kohlkönigin Maria Grasborn aus Voltlage und übernahm die Proklamation des neuen Würdenträgers aus Neuenkirchen. Neuer Grünkohlkönig ist Helmut Rüther aus Neuenkirchen. Er nahm die Königskette gern in Empfang und bedankte sich bei den Gratulanten. Die Laudatio wurde von Winfried Firma gehalten. Er wies u.a. auf die verlässlich geleistete ehrenamtliche Arbeit in den Räten hin und würdigte diese. In diesem Jahr gab es 3 langjährige Parteimitglieder zu ehren. Für 40 jährige Treue bekamen die Anwesenden: Heiner und Werner Brinkmann eine Urkunde mit Ehrennadel. In Abwesenheit wurden 25 Jahre Mitgliedschaft der Jubilarin Gudrun Dückinghaus gewürdigt. Im Anschluss fanden sich schnell gesellige Gesprächsrunden zusammen, wo die Themen des Abends und viele andere diskutiert wurden.